Vorübergehend gegroundet: Merpati fliegt seit Anfang Februar nicht mehr.

Sukhoi und Xian wollen Merpati

Indonesiens Merpati Nusantara Airlines steckt tief in den roten Zahlen. Nun haben offenbar zwei ausländische Firmen Interesse angemeldet.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer (m/f/d)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Wie geht es weiter mit der kriselnden Airline Merpati Nusantara aus Indonesien? Seit Anfang Februar musste die Fluggesellschaft wegen ihres Schuldenbergs alle Flüge einstellen, zudem kündigten 50 ihrer 178 Piloten, weil sie seit Monaten kein Gehalt mehr erhalten hatten. Die Linie steckt tief in den roten Zahlen: Mittlerweile soll Merpati Schulden in Höhe von knapp 580 Millionen Dollar angehäuft haben.

Nun haben offenbar zwei Flugzeughersteller Interesse an der kriselnden Airline. Laut Dahlan Iskan, Minister für Staatsunternehmen, haben sowohl Chinas Xian Aircraft als auch Russlands Sukhoi Kaufabsichten bekundet. Xian kennt Merpati gut, schließlich fliegt die Airline mit 13 MA-60. Doch auch Sukhoi habe die entsprechenden Mittel, die Airline weiter zu unterstützen, erklärte der Minister. «Die Optionen müssen diskutiert werden, es wird keine schnelle Entscheidung geben», so Iskan.

Zweifel an Ernsthaftigkeit der Angebote

Einige Experten haben aber Zweifel, dass das Interesse der beiden ausländischen Flugzeughersteller echt ist. Gerry Soejatman, Analyst aus Jakarta, kritisiert etwa, dass beide Unternehmen keine Erfahrung mit dem Betrieb einer Airline haben. Zudem habe es diverse Zwischenfälle mit Maschinen beider Hersteller in den vergangenen Jahren gegeben.

So stürzte etwa im Mai 2011 eine Xian MA-60 von Sorong nach Kaimana in West Papua ins Meer, alle Menschen an Bord starben. Ein Jahr später verunglückte der Sukhoi Super Jet 100 bei einem Demonstrationsflug in Indonesien, alle 45 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Garuda hat Interesse an Routen

Während Merpati um seine Zukunft bangen muss und derzeit seine Routen nicht bedient, hat die andere indonesische Staatsairline Garuda Indonesia Interesse bekundet, einige der Verbindungen zu übernehmen. Ende März wird Garuda zunächst zwei Routen in Nusa Tenggara Timur im Osten Indonesiens übernehmen. Merpati Nusantara Airlines wurde 1962 gegründet. Anfangs gehörte auch Garuda Indonesia zum Unternehmen, 2001 wurden die Gesellschaften getrennt. Merpati steht auf der Schwarzen Liste der EU und darf nicht in der Europäischen Union landen.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Merpati: Steht nun am Boden.

Merpati groundet gesamte Flotte

Nicht jeder ungewöhnliche Anblick in der Luftfahrt geht Richtung Vergangenheit. Die Dornier Seastar wird von einem deutsch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmen gebaut. Ende März 2020 absolvierte das Amphibienflugzeug seinen Erstflug. Angetrieben wird es von zwei Turboproptriebwerken, von denen eines nach vorne, eines nach hinten gerichtet ist.

Wasserflugzeuge für Indonesien

Video

Business Class Centre Seats
Teilweise wird sie in Airbus A350-900 und A350-900 ULR nachgerüstet, ganz kommt sie später in der Boeing 777-9 zum Einsatz: die neue Langstreckenkabine von Singapore Airlines. Wir zeigen, was das neu vorgestellte Produkt ausmacht.
Peter Pfänder
Peter Pfänder
Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies