Smartwings Boeing 737-700: The airline is in trouble.

TschechienWirbel um Staatsbeteiligung an Smartwings

Soll der Staat bei Smartwings und CSA Czech Airlines einsteigen? Oder die Fluglinien sogar ganz übernehmen? In Tschechien ist eine heiße Debatte entbrannt.

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Der Chef hält sich offiziell heraus. Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babiš möchte sich nicht in eine Debatte über einen Einstieg des Staates bei der Smartwings-Gruppe einmischen, Denn er ist mit deren größten Gesellschaftern Jiří Šimáně und Jaromír Šmejkal bekannt.

Die Idee einer Verstaatlichung des Luftfahrtunternehmens ins Gespräch gebracht hat Verkehrsministers Karel Havlíček. Er sagte, eine vollständige Übernahme des Luftfahrtunternehmens sei eine Möglichkeit. Er stuft die Gruppe, zu der die Fluglinien Smartwings und CSA Czech Airlines gehören, als systemrelevant ein.

Smartwings will Kredite statt Einstieg

Rette man das Unternehmen in der Corona-Krise nicht, würde nicht nur der Flughafen Prag seinen größten Kunden verlieren, sondern auch etliche kleinere Airports Schwierigkeiten bekommen, argumentierte der Verkehrsminister. Havlíček betonte, der Staat habe die Möglichkeit, Smartwings nach der Krise wieder zu verkaufen. Als Reaktion auf den Vorschlag des Verkehrsministers heiß es zuerst, Smartwings sei für jede Hilfe offen und Finanzministerin Alena Schillerova unterstütze Havlíčeks Idee.

Kurz danach erklärte Smartwings aber, man lehne einen staatlichen Einsteig ab und wünsche sich lediglich Hilfe in Form von Krediten oder Kreditgarantien. Auch die Finanzministerin stellte sich plötzlich gegen eine 100-prozentige Beteiligung des Staates. Lediglich die Übernahme eines Anteiles sei eine Option.

CSA fliegt wieder internationale Routen

Schillerova erklärte, in jedem Fall müsse man zuerst die wirtschaftlichen Kennzahlen des Unternehmens prüfen, das schon unter dem Grounding der Boeing 737 Max leidet. Zudem sei die Frage, wie der chinesische Gesellschafter reagiere. Die Smartwings-Gruppe gehört zu 50,1 der Unimex Group der Unternehmer Šimáně und Šmejkal und zu 49,9 Prozent der staatlichen chinesischen Investmentfirma Citic, die sich noch nicht äußerte.

Derweil hat CSA am Montag (18. Mai) wieder internationale Flüge aufgenommen. Sie gehen von Prag nach Paris, Amsterdam und Frankfurt. Am 21. Mai kommt Stockholm hinzu, am 25. Mai Bukarest.

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