Airbus A321 LR von Tap: Die Fluglinie kündigte neue Flüge ab Porto an, um die Wogen zu glätten.

Ärger in Porto«Wir wollen Tap nicht hier haben»

Die neue Chefin erklärte, dass Porto nie ein zweites Drehkreuz von Tap werde. Das kommt im Norden von Portugal gar nicht gut an.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es ist eine ganz nüchterne, betriebswirtschaftliche Aussage. «Porto wird nie unser zweites Drehkreuz sein», sagte Christine Ourmières-Widener dieser Tage in einem Interview mit der Zeitung Publico. Die neue Chefin von Tap stach damit in ein Wespennest.

Dabei erklärte die Managerin gut, weshalb sich die portugiesische Nationalairline auf die Hauptstadt konzentrieren muss. Man sei aufgrund der Corona-Krise und der laufenden Umstrukturierung eingeschränkt. «Wir müssen daher aufpassen, dass wir unseren wichtigsten Aktivposten, den Flughafen Lissabon, und die Kernstrategie des Unternehmens nicht verwässern oder Risiken eingehen, um den Betrieb an einem anderen Standort auszubauen», so Ourmières-Widener.

Strategische Bedeutung der Region anerkennen

Der Vorsteher der Dienststelle der Zentralregierung zur Entwicklung von Nordportugal, sagte der Nachrichtenagentur Lusa, dass «der Norden von Tap nicht vergessen werden darf». Die Fluggesellschaft müsse sich so aufstellen,  dass sie «die strategische Bedeutung» der Region anerkenne, deren Zentrum Porto ist.

Der Präsident der Stadtregierung von Porto, ging deutlich weiter. «Auf Tap entfallen nur 10 Prozent der Flüge ab Porto. Es handelt sich nicht um eine Nationalairline, sondern um eine Fluggesellschaft, die ihr Drehkreuz in Lissabon hat und daher keinen Nutzen für die Stadt hat, im Gegenteil», sagte Rui Moreira gemäß der Zeitung Expresso.

Strategische Bedeutung der Region anerkennen

Der Politiker ging noch weiter: «Wir wollen Tap nicht hier haben, es ist besser, wenn sie nicht kommt.» Es mache keinen Sinn, dass der Rest des Landes für etwas zahlen, das ihm nichts bringe, so Moreira mit Bezug auf das kürzlich von der EU abgesegnete, 2,7 Milliarden Euro schwere staatliche Hilfsprogramm weiter. Der Stadtpräsident verlangt deshalb von der Regierung Geld, um am Flughafen von Porto neue Fluggesellschaften anziehen zu können.

Wohl nicht zufällig verschickte Tap am 29. Dezember dann eine Pressemitteilung über einen Ausbau in Porto. Im kommenden Sommer baue man Angebot an Interkontinentalflügen nach Brasilien mit zwei zusätzlichen Flügen pro Woche aus. Porto wird dann drei Mal wöchentlich mit São Paulo und zwei Mal mit Rio de Janeiro verbunden. Außerdem werde man die Shuttle-Verbindung nach Lissabon um zwei Flüge auf zehn Flüge pro Tag aufstocken.

Mehr zum Thema

Flieger von Tap: Steigt Lufthansa doch noch ein?

Portugal hofft auf Einstieg von Lufthansa bei Tap

Boeing 737-800 von KLM: Fliegt auch dank Staatshilfe.

EU-Gericht erklärt Staatshilfen für KLM und Tap für nichtig

Airbus A330 Neo von Tap: Wie geht es weiter mit den offenen Bestellungen?

Tap will keine neuen Flugzeuge mehr

ticker-portugal

Portugal plant Zulage für Grenzpolizisten an Flughäfen

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies