Flughafen Perth: Die australische Luftfahrt ist den USA zu unsicher.

Sorge um Australiens Luftfahrt

Wikileaks hat Dokumente der FAA veröffentlicht. Die amerikanische Luftaufsichtsbehörde zweifelte an der Sicherheit der australischen Airlines.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Die US-Luftfahrtbehörde hat offenbar massive Zweifel an der Sicherheit der australischen Luftfahrt. Das geht aus Dokumenten der Luftfahrtbehörde FAA hervor, die Wikileaks nun veröffentlicht hat. Darin wird deutlich, dass die Behörde 2009 deshalb sogar eine Herabstufung Australiens auf die Kategorie 2 in Erwägung zog. Die Sicherheitsinspektoren der FAA stufen Länder, deren Fluggesellschaften in die Vereinigten Staaten fliegen, nach ihrer Sicherheit ein, um sicherzustellen, dass sie die nötigen Standards erfüllen. Laut den Dokumenten haben die USA die Australische Luftfahrtbehörde CASA über verschiedene Kritikpunkte informiert.

Unter anderem seien die Sicherheitsinspektoren der Australischen Behörde nicht gut genug geschult. Außerdem delegiere die CASA zu viele Regulierungsaufgaben an die Airlines. Das seien signifikante Mängel in der Arbeit der Behörde, heißt es in den nun veröffenlichen Schriftstücken. Die CASA konnte die Herabstufung offenbar in letzter Minute vermeiden. Die hätte unter anderem bedeutet, dass die Flüge zwischen den beiden Staaten auf dem Level von damals eingefroren würden. Auch Code-Shares wie der zwischen Qantas und American Airlines wären laut den Dokumenten nicht mehr erlaubt gewesen.

CASA-Budget erhöht

Die Dokumente wurden nach einer fünftägigen Sicherheits-Anhörung der FAA-Offiziellen erstellt. Ihr Fazit: «Die CASA hat ernsthafte Absichten, eine Herabstufung zu vermeiden und wird ihr bestes tun, die Mängel zu beheben.» Das scheint auch passiert zu sein: 2010 - vermutlich eine Folge der Anhörung - erhöhte die Australische Regierung das Budget für ihre Luftfahrtbehörde.

Laut der australischen Zeitung The Sidney Morning Herald gehen Beobachter davon aus, dass auch das Grounding von Tiger Airways im Juli (aeroTELEGRAPH berichtete) ein Resultat der Sorge der CASA vor einer Herabstufung sein könnte. Wegen Sicherheitsbedenken hatte die Luftfahrtbehörde Australiens dem Billigflieger im Juli ein Flugverbot erteilt, das nur behoben wurde, nachdem die Airline sich auf strenge Verhaltensregeln einließ.

Mehr zum Thema

ticker-qantas

Qantas und Flughafen Melbourne vereinbaren milliardenschweren Ausbau

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.

Airbus A350-1000 ULR glückt Australien-Debüt

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.

Die ersten Bilder des Airbus A350-1000 ULR in Australien

Boeing 787 von Qantas: Auf einer Ultra-Langstrecke gab es Probleme.

Zu viel Gegenwind - Boeing 787 von Qantas aus Europa muss an Provinzflughafen landen

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies