Ryanair-Jet am BER: Nicht glücklich mit dem Nachtflugverbot.

Schnee und NachtflugverbotWieso Ryanair keine Ausnahmegenehmigung am BER erhielt - und Condor keine brauchte

Der irische Billigflieger stellte am vergangenen Donnerstag einen Antrag auf Ausnahme von den Nachtflugregelungen am verschneiten BER. Jetzt äußert sich die Behörde, die nein sagte.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Am vergangenen Donnerstag (13. Februar) fiel abends Schnee am Flughafen Berlin-Brandenburg. Am folgenden Tag beschwerte sich Ryanair öffentlich, dass ihr Flug FR177 nach London-Stansted nicht mehr abheben konnte an diesem Abend. Die Airline schimpfte über die Flugsicherung, lange Schlangen für die Enteisung und das Nachtflugverbot.

«Obwohl Ryanair einen Antrag auf Ausweitung der Startzeit einreichte, wurde dieser abgelehnt, während andere Fluggesellschaften, wie zum Beispiel Condor, weit über die Sperrzeit hinaus abfliegen durften, was eine eindeutige Inkonsequenz bei der Anwendung der Nachtflugregelungen des Berliner Flughafens zeigt», so Ryanair. Außereuropäische Ziele würden offenbar milder behandelt. «In diesem Fall durfte Condor 26 Minuten nach Beginn des Nachtflugverbots für ihren Langstreckenflug nach Dubai abfliegen, während Ryanairs FR177 in der Warteschleife gehalten wurde und schließlich nicht abfliegen konnte.»

«Antrag wurde durch die LuBB abgelehnt»

Der Flughafen BER und die Flugsicherung DFS wehrten sich gegenüber aeroTELEGRAPH gegen die Ryanair-Kritik. In Sachen Ausnahmegenehmigung verwiesen aber beide auf die zuständige Aufsichtsbehörde, die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg, kurz LuBB. Von der gab es am Freitag noch keine Stellungnahme.

Nun erklärt die Behörde aber: «Ryanair hat am 13.02.2025 einen Antrag auf Ausnahme von den Nachtflugregelungen für den Flug FR177 nach London für einen Start nach 23:30 Uhr gestellt und als Begründung die Schneewetterlage und damit verbundene Verzögerungen bei der Enteisung angeführt», so die LuBB. «Dieser Antrag wurde durch die LuBB abgelehnt, da keine öffentlichen Interessen vorgetragen wurden oder sonst wie erkennbar waren, die eine Ausnahmeentscheidung zugunsten der Durchführung des Fluges gerechtfertigt hätten.» Der Flug hätte ohne Ausnahmegenehmigung nur bis 23:29:59 Uhr starten dürfen.

«Flug benötigte keine Ausnahmegenehmigung»

Auch zu Ryanairs Condor-Vergleich äußert sich die Behörde: «Der von Ryanair angeführte Flug von Condor DE2500 startete um 23:56 Uhr nach Dubai. Dieser Flug benötigte keine Ausnahmegenehmigung, da verspätete Starts nach Abschnitt XI Nr. 4 b der Betriebsgenehmigung im Interkontinentalverkehr regulär bis 24:00 Uhr stattfinden dürfen.»

Mehr zum Thema

Ryanair-Jet am BER: Ungerecht behandelt, oder Abläufe nicht verstanden?

Ryanair und Flugsicherung am BER zoffen sich

Boeing 737 Max von Ryanair: FR2501 musste nach Hannover umgeleitet werden.

Ryanair-Flug fehlten 90 Sekunden zur Landung in Berlin - 250 Kilometer Umweg

Ein Airbus A321 von Eurowings und der Flugverlauf am 27. Juli 2024: Von Berlin weiter nach Hannover.

Eurowings-Flug kommt Sekunden zu spät in Berlin an - und muss durchstarten

ticker-wizzair-1

Wizz Air und Ryanair nehmen Flüge nach Jordanien wieder auf

Video

dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack