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Boeing 707 vor 60 Jahren

Wie Willy Brandt Lufthansas erste Taufe übernahm

Am 16. September 1960 wurde erstmals ein Flugzeug von Lufthansa getauft. Willy Brandt verpasste der Boeing 707 den Namen der Stadt, die er regierte.

Gegen 10:30 Uhr ging es los. Etwa 500 geladene Gäste versammelten sich am Vormittag des 16. September 1960 vor Lufthansas großer Wartungshalle am Flughafen Frankfurt. Sie wurden Zeugen des Starts einer Tradition.

An diesem Tag vor 60 Jahren taufte Lufthansa erstmals ein Flugzeug. Dafür war extra Willy Brandt aus Berlin angereist. Der spätere Bundeskanzler war damals noch Regierender Bürgermeister von Berlin. Nachdem eine Kapelle die Ouvertüre zur Feuerwerksmusik von Händel gespielt hatte, schritt er zur Tat.

707 mit den Namen Berlin und Frankfurt

Der Bürgermeister der damals noch geteilten Stadt hielt eine Taufrede und begab sich dann zur Boeing 707 mit dem Kennzeichen D-ABOC. «Die Taufe wurde mit einer Flasche deutschen Schaumweins vollzogen, mit deren Inhalt Bürgermeister Brandt die Bugnase der Lufthansa-Boeing Berlin benetzte», schrieb die Fluggesellschaft damals in einer Pressemitteilung.

Nachdem D-ABOC so den Namen Berlin erhalten hatte, taufte Brandt auch noch die Boeing 707 mit dem Kennzeichen D-ABOD auf den Namen Frankfurt. Die beiden Boeing 707 waren zwei von vier Flugzeugen des Modells, mit denen Lufthansa ins Jetzeitalter startete. Es handelte sich um das ersten Düsenmodell der Airline.

Neubrandenburg trägt Zorro-Maske

Seitdem führt Lufthansa die Tradition fort, Flugzeuge nach deutschen Städten und auch nach Bundesländern zu benennen. Die beiden aktuellsten Beispiele sind zwei Airbus A320 Neo: einer trägt den Namen der Stadt Lingen in Niedersachen und einer den Namen der Stadt Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Und auch diese beiden Flieger bringen eine Neuerung: Als erste A320 Neo von Lufthansa tragen sie Zorro-Masken.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen der ersten Flugzeugtaufe vor 60 Jahren.



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