Etwas luxuriöser ist es im Privatjet auf jeden Fall.

Die Privatjet-Schnäppchen

Wenn man richtig sucht, dann kann man für den Preis eines Erste-Klasse-Tickets auch mit einem Privatjet fliegen. Fast, zumindest.

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«Das kleine schmutzige Geheimnis unserer Branche ist: Ein Großteil unserer Flüge sind leer», verriet Alex Wilcox einmal der New York Times. Oft genug passiere es, dass ein Privatjet den Rückflug leer antrete, weil der Auftrag erledigt ist. Wilcox ist Chef der Privatjet-Charterfirma Jetsuite. Und er hat durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld einen Wandel beobachtet. «Früher wäre man ausgelacht worden, wenn man gefragt hätte: «Ich gebe Euch 500 Dollar, nehmt ihr mich mit?

Heute ist das ganz anders, die Rezession hat die Sichtweise auf die Dinge geändert», so Wilcox. Sein Unternehmen begann daher schon im vergangenen Jahr, 499-Dollar-Angebote für Last-Minute-Plätze im Privatjet zu vergeben. Und die seien beliebt. Immerhin könne man so den Treibstoff zahlen.

Social Media nutzen

Ein Geschäft daraus gemacht haben Community-Unternehmen wie etwa Socialflights. «Wir definiren die First Class», heißt es auf der Webseite. Die Preise dort beginnen schon bei 300 Dollar für einen Inlandsflug. Die laut eigenen Angaben rund 14'000 Mitglieder können auf ein Netz von 99 Charter-Anbietern mit insgesamt rund 600 Jets zurückgreifen. Das Ziel, schreiben die Macher auf der Homepage, sei es die Nachfrage und das Angebot effizient zu verbinden. Und so das beste Geschäft mit den neuen digitalen Möglichkeiten zu machen. Mitglieder können auch den Nachrichten-Service nutzen, wenn sie über frei werdende Plätze informiert werden wollen.

Rund 40 Prozent der Privat-Jet-Flüge seien so genannte Empty Legs, berichtet das europäische Unternehmen AirPartner aus Großbritannien. Daher bietet es den Empty-Leg-Service. Bis zu 60 Prozent der Kosten könne man sparen, wenn man sich dafür anmeldet. Diese Legs entstünden in den Routenplänen von Privatjets, die schon von einem Kunden gebucht sind - auch bekannt als Hauptcharter. Doch das gute Preis-Leistungsverhältnis habe auch einen Nachteil. Es liege «in der Natur der Sache, dass die Verfügbarkeit nicht garantiert werden kann». Neben dem nötigen Kleingeld – ein Economy-Ticket ist weiterhin deutlich billiger — sollte der Reisende in diesen Fällen also auch noch ein gutes Zeitpolster mitbringen.

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