Airbus' Smart Surveillance System: Das System erkennt Kopf- und Körperhaltung des Passagiers ebenso wie den Abstand zum Vordersitz.

Echtzeit-AnalyseWie Airbus mit klugen Kameras die Passagiere überwacht

Intelligente Kamera-Systeme sollen live analysieren, was Passagiere und Crew-Mitglieder tun. Das geht hin bis zur Erfassung der Körperhaltung und des Gesundheitszustandes.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Fühlen Sie sich beobachtet? In Zukunft müssen sich Passagiere diese Frage mehr denn je stellen. Denn was Fluggäste und auch Crew-Mitglieder im Flieger tun, soll nicht nur von Kameras erfasst, sondern auch direkt von Computern analysiert werden. So arbeitet Airbus an einem Projekt namens Smart Surveillance System, intelligentes Überwachungssystem.

«Die heutigen Kameras werden zu intelligenten Sensoren mit Echtzeit-Inhaltsanalyse, anstatt nur einfache Bildlieferanten zu sein», schreibt der Flugzeugbauer über das System, das es in die Vorauswahl des diesjährigen Kabinen-Branchenpreises Crystal Cabin Award geschafft hat. Hochleistungskameras überwachen bei dem intelligenten System des Flugzeugbauers vordefinierte Bereiche der Kabine. Die aufgenommenen Videoinhalte werden in Echtzeit von Algorithmen der Künstlichen Intelligenz KI analysiert.

Wärmebildkameras überprüfen Gesundheitszustand

«Das System unterstützt Algorithmen zur Identifizierung von Objekten und Personen, zur Bewertung von Situationen oder zur Erkennung abnormaler Zustände», so Airbus. Ergebnis könne ein Alarm oder eine Benachrichtigung sein, ohne dass ein sichtbares Video angezeigt werden müsse. Das soll der Crew die Arbeit erleichtern und die Sicherheit erhöhen. «Das Zählen von Passagieren beim Einsteigen, das Erkennen von problematischen Gegenständen in der Kabine, das Erkennen eines Diebstahls oder das Informieren der Passagiere, wenn sich eine Warteschlange auf der Toilette bildet - dies sind nur einige Beispiele.»

Airbus ist nicht das einzige Unternehmen, das an solch einem System arbeitet, sondern beispielsweise auch die Firma FTI Engineering Network aus der Nähe von Berlin. Mit ihrem Konzept könnten «zukünftig KI-basierte Wärmebildkameras zur Überprüfung des Gesundheitszustands der Passagiere zum Einsatz kommen, ebenso wie eine automatische Masken-Erkennung», heißt in der Crystal-Cabin-Award-Vorauswahl.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie, wie die Kamerasysteme funktionieren.

Mehr zum Thema

Blackbox: Neben Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder wollen manche auch Videoaufzeichnungen.

Videokameras im Cockpit könnten bei Aufklärung helfen

Kabine von United Airlines: Die Airline überklebt die Kameras.

United klebt Kameras in Bildschirmen ab

Singapore-Passagier: Die Kameras sollen ausgeschaltet sein.

Kameras im Unterhaltungssystem verunsichern Passagiere

Eine Visualisierung aus dem März 2025: Airbus hat die Details seither verändert.

Airbus plant erstmals ein Flugzeug mit nur 80 Plätzen

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack