In die größere CS300 gehen 140 Passagiere. Beide Modelle gelten als extrem überlegen beim Verbrauch.

Kritik an C-SeriesWestjet stößt Bombardier vor den Kopf

Bei Bombardier läuft es nicht rund. Nun streut mit Westjet ein potenzieller Kunde noch Salz in die Wunden und kritisiert die C-Series öffentlich.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Bombardier kann einem leid tun. Alle Hoffnungen, die der Flugzeugbauer in die innovative C-Series gesteckt hatte, lösen sich nach und nach in Luft auf. Die Meldungen, dass sich Airlines für Konkurrenzmodelle von Boeing, Airbus oder Embraer entscheiden, häufen sich, Erfolgsmeldungen bleiben aus.

Als wäre das nicht genug, hält nun ein Airlinechef den Finger in die Wunde und kritisiert Bombardier für die C-Series-Pläne öffentlich. «Ich weiß nicht, ob sie alte Marktdaten hatten oder einfach nicht genug Kunden befragt haben», so Westjet-Chef Gregg Saretsky zur Zeitung The Globe and Mail. «Aber der Flieger ist definitiv zu klein.» Hätte Bombardier bei der kanadischen Airline nachgefragt, hätte man bereitwillig erklärt, dass eine C-Series für die Kurz- und Mittelstreckenpläne von Westjet schlicht nicht groß genug sei, erklärt der Manager weiter.

Bombardier verteidigt sich

«Es ist so ein bisschen die Art von Flugzeug, die wir gerade loswerden wollen.» Zehn Boeing 737-700, die mit 130 Sitzen eine ähnliche Größe wie die C-Series haben, hat Westjet gerade an Southwest verkauft und sucht nun nach größeren Fliegern. «Die C-Series passt nicht wirklich zu dem, was auf der Welt gerade nachgefragt wird», legt Saretsky nach.

Bombardier relativiert diese harten Aussagen freilich. Man habe mit zahlreichen Kunden gesprochen, bevor man sich an die Entwicklung der C-Series gemacht habe, so eine Sprecherin zur Globe and Mail. Einige seien Kunden geworden, einige nicht. Aber auch diese seien weiterhin interessiert an dem Flugzeug.

Große Verspätung

Dass die Hoffnungen, die Bombardier in die C-Series gesetzt hatte, nicht erfüllt wurden, steht aber außer Frage. Ein ernsthafter Konkurrent für Airbus und Boeing sollte der Kurz- und Mittelstreckenjet werden. Sparsamer als bisherige Modelle und vielseitig einsetzbar, das waren Verkaufsargumente. Und allgemein wird der C-Series attestiert, ein tolles Flugzeug zu sein. Doch erst 243 feste Bestellungen hat Bombardier für die neuen Flieger eingesammelt.

Auch sonst läuft es bei der C-Series nicht wirklich rund. Der Jet sollte eigentlich 2014 an die Erstkundin ausgeliefert werden. Inzwischen will man kein genaues Datum mehr nennen.  Momentan wird vom zweiten Quartal 2016 gesprochen.

Zwei Milliarden über Budget

Das Programm liegt derzeit außerdem rund zwei Milliarden Dollar über dem geplanten Budget. Die Regierung von Quebec ist bereits mit einem Hilfspaket von einer Milliarde Dollar eingesprungen, die Zentralregierung Kanadas plant ähnliches. Doch diese Kapitalspritze ist umstritten.

Mehr zum Thema

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

ticker-bombardier-neu

Bombardier übernimmt kanadisches Werk von Mitsubishi

Bombardier Challenger 3500: Die Ryanair Group hat vier Flugzeuge im Portfolio.

Ryanairs geheime Bombardier-Challenger-Flotte

ticker-bombardier-neu

Südkorea setzt bei zweitem Militärprogramm auf Bombardier Global 6500

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack