Flugbegleiterin von S7: Bald einem neuen Bewertungssystem ausgesetzt.

S7 AirlinesWenn das Foto des Kabinenpersonals über den Bonus entscheidet

S7 Airlines will Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter nach ihrer Leistung an Bord bezahlen. Doch die Methode der russischen Billigairline sorgt für Kritik.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Dass man nach dem Flug eine Umfrage zugeschickt bekommt, passiert auch bei Reisenden in Deutschland, Österreich, oder der Schweiz. Meist handelt es sich dabei um automatisch generierte Fragebögen, in denen es um die Servicequalität und andere Parameter des Fluges geht, welche nur Passagierinnen oder Passagiere beurteilen können.

Doch was die russische Billigairline S7 jetzt macht, geht weit darüber hinaus. Den Reisenden werden nach ihrem Flug unter anderem Fotos der Besatzung gesendet. Anhand derer soll deren Arbeit bewertet werden - und das Ganze entschiedet schließlich mit über die Höhe des Bonus'.

Bewertung entscheidet über Bonus

Wie der Kanal Aviatorshina berichtet, handelt es sich zunächst um einen Test. Doch schon bald soll es Teil eines neuen «Motivationspakets» sein. Innerhalb von 1 bis 3 Tagen nach dem Flug erhalten Reisende die Umfrage zum Bordservice. Enthalten sind Fotos und Namen aller Mitarbeitenden an Bord.

Die durchschnittlichen Gesamt- und Einzelbewertungen des Fluges werden aufsummiert und über das interne Punktesystem in eine Geldprämie für die Mitarbeitenden umgewandelt. S7 betont dabei, dass es der Airline wichtig sei, Flugbegleitende zu fördern, die aufrichtige Fürsorge zeigen, eine möglichst angenehme Flugatmosphäre schaffen und gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten.

Datenschutztechnisch fragwürdig

Datenschutztechnisch ist das alles mehr als fragwürdig. Denn die Umfrage wird lediglich eine Erinnerung enthalten: «Denken Sie daran, dass Fotos personenbezogene Daten von Mitarbeitern sind und daher gesetzlich geschützt sind. Speichern Sie sie nicht auf Ihren Geräten.» Ob sich die Fluggäste daran halten, ist unklar.

S7 rechtfertigt die Maßnahme damit, dass sie «für die Bequemlichkeit der Reisenden notwendig» sei. Die Kabinencrews selbst sind allerdings empört über die Neuerung. Sie fürchten um ihre Sicherheit und zweifeln an der Objektivität der Beurteilung, heißt es.

Mehr zum Thema

Air Astana und S7 schließen Codeshare-Abkommen

Air Astana und S7 schließen Codeshare-Abkommen

Utair, Russland

Aeroflot, Pobeda, S7 und Utair stehen jetzt auf Schwarzer Liste

Essen in der Business Class von Aeroflot: Auf Seychellen-Flügen nur noch in der Lunchbox.

Aeroflot bekommt wegen Sanktionen kein Essen mehr auf den Seychellen

Airbus A330 Siam Wings: Die Airline hat enge Verbindungen nach Russland.

Thailands neue Langstrecken-Airline hat eine brisante Vorgeschichte

Video

Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 der argentinischen Charterfirma Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Dieselbe Firma flog einst auch Javier Milei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack