Karte von Miles and More: Keine Meilen mehr durch Abos.

MeilenprofiWas bringen die neuen Regeln bei Spezial-Flugprämien?

Noch bevor die Corona-Krise ausbrach, hat Miles and More Änderungen für die Fly-Smart und Early-Bird-Flugprämien bekannt gegeben. Was bedeuten Sie für Vielflieger?

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«Uns ist bewusst, dass Ihre Möglichkeiten Statusmeilen zu sammeln, aktuell eingeschränkt sind», heißt es in einer Mail von Lufthansa an die Kunden. Man werden Vielfliegern deshalb eine kulante Regelung für den Statuserhalt anbieten, so das Schreiben weiter. Wie genau die Lösung aussehen wird, ist aktuell noch nicht bekannt.

Noch bevor die Corona-Krise ausbrach, hat Miles and More Änderungen für die Fly-Smart und Early-Bird-Flugprämien bekannt gegeben. Erstere wird für Flüge mit Lufthansa, Swiss und Austrian ab Juni 2020 (beziehungsweise ab wann man fliegen kann) nicht mehr angeboten. Letztere wird auf ein größeres Streckennetz ausgeweitet und kann für innereuropäische Ziele ab sofort bis 30 anstatt bis 90 Tage vor Reiseantritt gebucht werden. Im Gegenzug wird es ab Juni keine Early Bird Flugprämie auf von Luxair operierten Flügen mehr geben.

Early Bird wird ausgeweitet

Die Miles and More Fly Smart Flugprämie ermöglicht bisher kurzfristige Flugbuchungen zum reduzierten Meilenpreis. Meilensammler, die zwischen zwei Wochen bis zwei Werktage vor Abflug buchen, können auf Flügen von Austrian Airlines, Lufthansa, Swiss, Eurowings, Brussels Airlines, Condor, Croatia Airlines und Lot Polish Airlines bis zu 50 Prozent der regulär erforderlichen Meilen sparen. Ab Juni wird diese Option erheblich eingeschränkt werden. Für Flüge, die von Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss durchgeführt werden, wird ab dem 1. Juni 2020 keine Fly-Smart-Flugprämie mehr angeboten.

Was nach einer drastischen Änderung klingt, dürfte in der Praxis aber vergleichsweise wenige Meilensammler stören. So kann die Fly-Smart-Flugprämie auch bisher nicht auf interkontinentalen Business oder First Class Flügen gebucht werden, traditionell die Prämien mit denen sich der höchste Gegenwert pro Meile erzielen lässt.

Mehr Ziele

Die Early-Bird-Flugprämie ermöglicht dem Namen entsprechend das frühzeitige Buchen zum reduzierten Meilenpreis. Wie die Fly Smart Flugprämie zielt sie auf Economy Class Flüge ab und kann grundsätzlich nur auf ausgewählten Strecken von Lufthansa, Swiss, Austrian und Luxair ab Frankfurt, München, Zürich, Genf, Wien und Luxemburg gebucht werden.

Durch das Hinzufügen von 16 neuen Interkontinentalstrecken wird dieses Angebot auf nun insgesamt 122 Ziele ausgeweitet. Zudem werden die Konditionen für Kurz- und Langstrecken-Flüge angeglichen. Bis jetzt hatten innereuropäische Verbindungen eine Vorausbuchungsfrist von 90 und Interkontinentalflüge eine Vorausbuchungsfrist von 30 Tagen. Ab sofort können alle Ziele bis 30 Tage vor Reiseantritt gebucht werden.

Auch Business Class

Auch wenn die Early-Bird-Flugprämie damit grundsätzlich positive Änderungen erfährt, hält sich auch hier der Mehrwert für Meilensammler in Grenzen. Die Einschränkung auf Economy-Class-Flüge und hohe Steuern und Gebühren machen die Early-Bird-Prämie zu den weniger attraktiven Miles and More Flugprämien. Ein höherer Gegenwert lässt sich weiterhin mit den Meilenschnäppchen erzielen. Zwar sind bei diesen Vorausbuchungsfrist und Ziele noch stärker eingeschränkt, doch im Gegenzug sind auch auf Business-Class-Flüge auf der Langstrecke buchbar.

Doch bevor man die Prämien überhaupt wieder nutzen kann, muss erst die Corona-Krise überstanden sein.

Mark Wolter ist freier Kolumnist von aeroTELEGRAPH. Er ist Gründer des Vielflieger- und Meilenportals meilenoptimieren.com. Seit er vor einigen Jahren entdeckte, dass dank Meilen auch Normalsterblichen der Weg in die First Class offen steht, analysiert er Vielfliegerprogramme und teilt die besten Tipps, Tricks und Strategien auf seiner Webseite. Die Meinung der freien Kolumnisten muss nicht mit der der Redaktion übereinstimmen.

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