Smartphone lädt im Flieger: Verzichtbar oder nicht?

Gesetzesvorschlag in BrasilienVoller Handy-Akku als Grundrecht im Flieger

Eine brasilianische Politikerin will Fluggesellschaften per Gesetz zum Einbau von USB-Anschlüssen oder Steckdosen verpflichten. Doch es gibt Widerspruch.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Was steht Passagieren im Flugzeug bei jeder Airline auch im günstigsten Tarif zu? Gratis Essen ist auf vielen Flügen gestrichen, kostenlose Getränke ebenso. Einen eigenen Sitzplatz, klar, den gibt es noch, denn Stehplätze sind verboten. Frei wählen dürfen die Reisenden ihre Plätze allerdings immer öfter nur gegen Bezahlung. Die Benutzung der Toiletten, die ist tatsächlich bei allen Fluggesellschaften gratis, ein Grundrecht.

In Brasilien debattieren Politiker derweil, ein weiteres Grundrecht auf Inlandsflügen einzuführen: das Recht darauf, sein Handy oder Tablet im Flieger aufzuladen. In einem Gesetzesvorschlag, welcher der brasilianischen Abgeordnetenkammer vorliegt, fordert die Abgeordnete Mariana Carvalho von der Mitte-Partei PSDB, dass Airlines verpflichtet werden sollen, sämtliche Flugzeugsitze mit Auflademöglichkeiten auszustatten. Ob sie dabei USB-Anschlüsse, Steckdosen oder gar beides fordert, ist nicht ganz klar.

Mehr Kosten für die Kunden?

In dem Vorschlag ist zwar die Rede von USB-Anschlüssen, aber ebenfalls davon, neben Smartphones und Tablets auch Laptops aufzuladen - und das klappt normalerweise nur mit Steckdosen. Die Stromversorgung sei nötig, etwa um Anrufe zu tätigen oder Karten zu laden, so Carvalho. Zudem sei es so möglich, die Zeit im Flieger zum Arbeiten zu nutzen.

Der Abgeordnete João Amoêdo von der liberalen Partido Novo lehnt den Vorschlag ab. Wenn man bedenke, dass auf vielen Flügen Essen und Getränke nicht kostenlos seien, werde klar: «Die Fluglinien werden die Kosten an die Passagiere weiterreichen», so Amoêdo laut dem Fachportal Airway. Viele Fluggäste würden zudem zu Freizeitzwecken reisen und seien nicht darauf angewiesen. Im Gesetzesvorschlag heißt es, der Einbau der Energieversorgung solle sich nicht auf die Tarife niederschlagen und die Nutzung gratis sein. Allerdings ist dies nur in der Begründung erwähnt, nicht in den vorgeschlagenen Gesetzesartikeln.

Mehr zum Thema

Flugbuchung: Die Reservierung des Sitzes soll bei innerbrasilianischen Flügen immer dazugehören.

Brasilien will Sitzplatzgebühren verbieten

Airbus A319 von Latam: Ausländer dürfen jetzt brasilianische Fluggesellschaften kaufen.

Brasilien gibt Kauf von Airlines frei

ticker-brasilien

Zu viele Klagen gegen Airlines: Brasilien will Regeln für Passagierrechte überarbeiten

ticker-welt

Brasilien, Argentinien, Chile und Paraguay planen gemeinsamen Luftverkehrsmarkt

Video

airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin