Aufnahme der Boeing 737 über Kathmandu: Feuer bei Vogelschlag.

Flammen nach dem StartVogelschlag oder nicht? Flughafen Kathmandu streitet mit Flydubai

Aus dem Triebwerk einer Boeing 737 von Flydubai schlugen über Kathmandu Flammen. Die Airline spricht von einem Vogelschlag. Nepal hat Zweifel - und zieht Konsequenzen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Schon der Flugverlauf zeigt, dass etwas nicht stimmte. Nachdem Flug FZ576 von Kathmandu nach Dubai am 24. April abgehoben war, drehte die eingesetzte Boeing 737-800 der Airline Flydubai eine Runde über dem Flughafen, dann zwei weitere in der Nähe.

Am Boden filmten Menschen, wie eines der Triebwerke des Jets mit dem Kennzeichen A6-FED Flammen spuckte. Der Airport stoppte den Betrieb und bereitet sich auf eine Notlandung vor, wie die Zeitung Kathmandu Post berichtet. Doch dazu kam es nicht.

Flydubai-Manager ab sofort ausgesperrt

Die zehn Jahre alte Boeing 737 des Billigfliegers setzte ihren Flug nach Dubai nämlich fort. Noch während der Flieger unterwegs war, verbreitete Dubais Medienstelle von bei Twitter die Stellungnahme eines Flydubai-Sprechers, das Flugzeug habe «während des Starts in Kathmandu einen Vogelschlag erlitten». Nachdem die Crew die Standardprozedur befolgt habe, sei sie weitergeflogen nach Dubai. Dort kam der Flieger auch an.

Damit könnte die Geschichte enden. Tut sie aber nicht. Denn am nächsten Tag meldete sich auch die Civil Aviation Authority of Nepal bei Twitter zu Wort. «Aufgrund der Verbreitung irreführender Nachrichten über einen Vogelschlag auf dem Flug FDZ576 (B737-800) Kathmandu - Dubai wurden der Country Manager und der Airport Manager von Flydubai daran gehindert, den Flughafen zu betreten, und ihre Flughafenpässe wurden ebenfalls deaktiviert», teilte die Luftfahrtbehörde mit.

Zweifel an der Erklärung Vogelschlag

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters sagte ein Sprecher der Behörde: «Wie konnte das Unternehmen sagen, dass es sich um einen Vogelschlag handelt? Der Pilot hat dies nicht gemeldet, und es gibt bisher keine Beweise dafür.» Man habe eine Untersuchung des Vorfalles eingeleitet. Aus Dubai gab es zunächst keine weitere Stellungnahme.

Das Flugzeug absolvierte am Abend des 26. April seinen nächsten Einsatz von Dubai nach Ankara. Seitdem hat die Boeing 737-800 mehrere weitere Flüge durchgeführt.

Mehr zum Thema

Gegroundete nepalesische Guna Airlines besteht Finanzüberprüfung nicht

Gegroundete nepalesische Guna Airlines besteht Finanzüberprüfung nicht

Der Flughafen Pokhara: Die Behörde soll den Airport vorschnell eröffnet haben.

Hat Nepal den neuen Flughafen Pokhara vorschnell eröffnet?

Flydubais Flotte wuchs um 25 Prozent

Flydubais Flotte wuchs um 25 Prozent

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier