Fokker 50 von VLM: Die Flotte besteht aus sechs der Maschinen.

ComebackVLM fliegt wieder von Antwerpen nach London

Neue Besitzer, alte Route: VLM Airlines verbindet künftig wieder Antwerpen mit London. Drei weitere Städte sollen offenbar bald den Flugplan ergänzen - darunter Zürich.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Am 22. Juni 2016 beantragte die belgische VLM Airlines beim Handelsgericht Antwerpen Insolvenz. Der Flugbetrieb wurde umgehend eingestellt. Die Verbindung Antwerpen - London City übernahm Cityjet, kündigte jedoch vor Kurzem an, die Route am 27. Oktober 2017 einzustellen. In diese Lücke will nun die von Investoren wiederbelebte VLM Airlines stoßen. Sie teilte mit, ab dem 30. Oktober montags, dienstags und mittwochs dreimal täglich hin und zurück zu fliegen, donnerstags und freitags viermal, sonntags zweimal.

Flüge können laut VLM bereits über Reisebüros gebucht werden. Um das möglich zu machen, nutzt VLM das Vertriebssystem von Hahn Air Systems. Die deutsche Firma verkündete am Dienstag (10. Oktober), einen entsprechenden Vertrag mit der slowenischen VLM geschlossen zu haben. Spannend dabei: Wer sich auf der Webseite von Hahn Air das Streckennetz von VLM anschaut, findet nicht nur die Verbindung London - Antwerpen, sondern auch Antwerpen - Zürich, Maribor - Zürich und Maribor - Belgrad.

VLM in Belgien und Slowenien

Über die beiden Maribor-Verbindungen hatte bereits das Fachportal Exyuaviation berichtet. Demnach sollen auch diese Routen am 30. Oktober in Betrieb genommen werden. Im Gegensatz zur Verbindung Antwerpen - London gibt es dazu aber keine offizielle VLM-Mitteilung. Von Flügen zwischen Antwerpen und Zürich war bisher gar nicht die Rede.

Hinter der neuen VLM steht die niederländische SHS Aviation, die nach eigenen Angaben zu 60 Prozent niederländischen und zu 40 Prozent kanadischen Investoren gehört. Laut Medienberichten sollen dahinter auch chinesische Interessen stecken. In jedem Fall existiert eine belgische Tochterfirma namens SHS Antwerp Aviation, die wiederum eine slowenische Tochter namens VLM Airlines hat. Beide treten unter dem Namen VLM Airlines auf.

Fokker 50 und Tyrolean-Airways-Code

SHS Aviation übernahm im Mai die Reste von Thomas Cook Airlines Belgium und äußerte die Hoffnung, deren Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) nutzen zu können. Dem Antrag des belgischen Ablegers auf ein eigenes AOC hatten die belgischen Behörden noch nicht stattgegeben. Die slowenische Tochter erhielt im Mai in Slowenien ein eigenes AOC.

VLM Airlines beschäftigt nach eignen Angaben zurzeit 55 Mitarbeiter und unterhält eine Flotte von sechs Fokker 50, die je 50 Passagiere befördern können. Die Flugzeuge stammen noch von der insolventen VLM. Drei der Maschinen laufen laut VLM über das slowenische AOC. Hahn Air Systems zeigt die Airline unter dem Zwei-Buchstaben-Code VO an, der ehemals zu Tyrolean Airways gehörte, die 2015 mit Austrian Airlines fusioniert wurde.

Kein Statement zu Asien-Plänen

Im August flog VLM bereits saisonal von Maribor nach Split und Dubrovnik in Kroatien. Noch nicht geäußert hat sich die Fluggesellschaft zu den Berichten, wonach der Flughafen Maribor, der auch der niederländischen SHS Aviation gehört, zum Drehkreuz Richtung Asien werden und eine Flotte von 21 Airbus-Flugzeugen der slowenischen VLM beherbergen soll.

Mehr zum Thema

Flughafen Istanbul: Neuer Spitzenreiter.

Istanbul löst London-Heathrow als weltweit am besten vernetztes Luftfahrt-Drehkreuz ab

Boeing 787-8 von Tui: Ein Dreamliner musste am 29.Juni unplanmäßig in Stansted landen.

Boeing 787 von Tui Airways macht Hüpfer von London nach London

Airport London-Heathrow: Am 28. August 2023 fielen in ganz England zahlreiche Flüge aus.

Passwort-Panne verzögerte Hilfe bei britischem Luftfahrt-Chaos

Beschädigte Ryanair-Tragfläche: Der Mitarbeiter war überfordert.

Wenn genervt sein zur Gefahr wird

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier