Mit Klebeband repariert: Ein Loch in der Abdeckung über einem Triebwerk hinderte eine Maschine von VivaAerobus nicht am Start.

Loch in der TragflächeJet mit Klebeband repariert

Ein Loch im Flügel? Für die mexikanische Airline Viva Aerobus ist das kein Problem. Mitarbeiter flickten das Flugzeug einfach mit Klebeband.

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Den Passagieren des Viva-Aerobus-Flugs am Montag (30. Juni) von Monterrey nach Tampico dürfte ganz schön mulmig zumute gewesen sein. In der Abdeckung über dem linken Triebwerk ihres Flugzeuges klaffte ein großes Loch. Mechaniker der mexikanischen Fluglinie flickten es kurz vor dem Start notdürftig mit Klebeband und ließen den Flieger so starten. In der Luft löste sich das Tape aber, das Loch wurde wieder sichtbar.

Einer der Passagiere machte ein Video während des Fluges und postete es bei Youtube. Schnell hatte der Film mehrere Zehntausend Zugriffe. Und auch bei Twitter sorgten Bilder des defekten Fliegers für Aufregung. Viele Nutzer sind empört über den laxen Umgang mit einem Defekt. «Jetzt habe ich Angst», schrieb einer. «In neun Tagen soll ich eigentlich mit Viva Aerobus fliegen.»

Viva Aerobus verteidigt Reparatur

Die Airline «versteht und bedauert zutiefst», ihre Kunden so erschreckt zu haben. Allerdings verteidigte Viva Aerobus das Vorgehen. Das Klebeband sei für solche provisorischen Reparaturen konzipiert und zugelassen. Zwar habe es sich während des Fluges wieder gelöst, die Sicherheit der Passagiere sei aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen.

Bei der Maschine handelt es sich um eine Boeing 737-300, die 26,5 Jahre alt ist. Mittlerweile sei der Defekt repariert worden und die Maschine sei wieder regulär in Betrieb, erklärte Viva Aerobus.

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