MH370Hielt Malaysia wichtige Informationen zurück?

Die Suche nach dem Wrack des verschollenen Flugzeuges von Flug MH370 wurde offiziell eingestellt. Nun üben Ermittler heftige Kritik an Malaysia. Es seien wichtige Daten zurückbehalten worden.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Die Suche nach der im März 2014 verschwundenen Boeing 777 von Malaysia Airlines ist offiziell eingestellt. Erst, wenn es glaubhafte Hinweise auf den tatsächlichen Standort des Wracks gebe, werde man sie fortsetzen, heißt es von der federführenden Ermittlungsbehörde Australian Transportation Safety Board ATSB. Doch wie nun bekannt wird, kritisieren beteiligte Ermittler, dass es die eigentlich geben würde und Malaysia die Suche aktiv behindert haben soll. Wie das australische Nachrichtenportal News berichtet, enthält Malaysia den australischen Ermittlern seit Jahren relevante Radardaten vor, die Hinweise auf den Standort des verschollenen Flugzeugs geben könnten. Ein britisches und ein US-amerikanisches Mitglied der unabhängigen Ermittlungskommission erklärten dem Portal, dass Ihnen der Zugang zu «einer Menge» an Daten verwehrt worden sei, die bei der Ortung des Wracks helfen könnten.

Radardaten von vier Ländern fehlen

Wichtige Radardaten, die von acht militärischen Standorten in insgesamt vier Ländern gesammelt wurden, seien nie in die Ermittlungen eingeflossen. Die Überwachungsdaten seien dem ATSB schlicht nie zugänglich gewesen, kritisieren die Ermittler. Eine offizielle Stellungnahme der Behörde gibt es nicht. Die Satelliten, auf die sich die Ermittler beziehen, gehören zu Militärstationen in Indonesien, in Malaysia, auf den zu Indien gehörenden Andamanen und in Thailand. Auch beunruhigend finden die Experten, dass Daten zum Flugverlauf, welche die Airline kurz nach Verschwinden des Jets mit Angehörigen teilte, den Ermittlern nie offiziell zur Verfügung standen. Bei den Daten handelt es sich um Radarinformationen, die den Jet zwischen 2:02 und 2:22 Uhr nachts über der Straße von Malakka verorteten.

Verschiedenen Spuren nicht nachgegangen?

Außerdem sollen den Ermittlern auch singapurische Radardaten vorenthalten worden sein, welche die Boeing 777 rund eine Stunde später auf Höhe der Andamanen ausgemacht haben sollen. Auch eine vollumfängliche Version der Datenkommunikation von MH370 sei den Ermittlern nie zur Verfügung gestellt worden. Was man bekommen habe, sei stark editiert worden, so News. Die von dem Portal kontaktierten Ermittler kritisieren auch, dass verschiedenen Spuren nicht nachgegangen wurde. So wurde etwa nie erklärt, was genau dahinter steckte, dass das Mobiltelefon des ersten Offiziers offenbar angeschaltet wurde, als der Flieger schon verschwunden war.

Warum startete die Suche so spät?

Auch die Daten, die malaysische Behörden aus dem Flugsimulator des Kapitäns hatten, wurden in späteren offiziellen Berichten nicht mehr erwähnt. Der Pilot hatte offenbar Flüge in Richtung der Andamanen und des südlichen Indischen Ozeans geübt - was sich auch mit dem vermuteten Weg decken würde, den MH370 zurückgelegt haben könnte. Warum die malaysischen Behörden diesen Daten keine Wichtigkeit beimessen und wie sie ausgewertet worden seien, sei völlig unklar, zitiert News die nicht näher genannten Ermittler. Schließlich prangern sie auch noch an, was so viele nach Verschwinden des Jets irritierte: Es sei völlig unklar, warum malaysische Behörden nach dem Verschinden von MH370 vom Radar vier Stunden warteten, bis sie eine Suche starteten.

Wrackteile, aber kein Wrack

Die Suche nach dem Wrack kostete insgesamt geschätzte 200 Millionen Dollar. Rund 120'000 Quadratkilometer Meeresgrund wurden seit Verschwinden der Boeing 777 abgesucht. Vom Wrack fehlt weiterhin jede Spur. Allerdings wurden inzwischen mehrfach Wrackteile in Madagaskar, in La Réunion und am afrikanischen Festland angeschwemmt, die von dem Flieger stammen.

Mehr zum Thema

ticker sin-kung airways

Sin-Kung Airways startet Frachtbetrieb

Piloten von Air Asia: Künftig sollen sie viel weiter fliegen.

Air Asia beglückt Airbus mit Order für bis zu 70 A321 XLR - und plant globales Wachstum

ticker-malaysian-airlines

Im Bild: Malaysia Airlines präsentiert Airbus A330 mit Manchester-United-Sonderlackierung

Boeing 737 Max über Kuala Lumpur: Malaysia Airlines ordert Nachschub.

Malaysia Airlines gibt Airbus einen Korb - bis zu 60 weitere Boeing 737 Max bestellt

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies