TV-PredigerEin neuer Privatjet - trotz oder sogar mit Corona-Hilfen

Ein TV-Pfarrer in den USA kaufte sich mitten in der Krise einen neuen Jet - nachdem er Corona-Hilfen bekommen hatte. Das kam nicht gut an.

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Es hört sich an wie eine Episode aus der Seifenoper Filthy Rich. Sie behandelt die dunklen Machenschaften der Besitzerfamilie eines Kirchen-TV-Senders. Nur hat sich diese Geschichte tatsächlich zugetragen.

Der Geschäftsführer des TV-Senders Daystar – der zweitgrößte christliche Kanal der Welt – kaufte sich kürzlich einen neuen Privatjet. Die Gulfstream V im Wert von neun bis zehn Millionen Dollar legte er sich kurz nachdem er Corona-Hilfen vom Staat in Höhe von 3,9 Millionen Dollar erhalten hatte zu. Das fand das Portal Inside Edition heraus.

Urlaub statt Mission

Geschäftsführer und Gründer Marcus Lamb hatte den Kauf damit gerechtfertigt, dass man einen «guten Deal» erhalten habe. Man habe weit weniger für den Flieger gezahlt, als er eigentlich wert sei, so der Daystar-Chef. Dennoch stieß der Kauf einigen Zuschauern und Mitarbeitern sauer auf.

Auch der Zweck des Kaufs bleibt unklar. Eigentlich hieß es, man nutze die Gulfstream für missionarische Zwecke. Doch Flugpläne zeigen, dass der Flieger zwei Mal genutzt wurde, als Familienmitglieder (die Ehefrau und der Sohn des Geschäftsführers) bei Instagram über Familienferien am  Strand berichteten. Man habe sich gleichzeitig mit Pfarrern getroffen, erklärt Lamb.

Geld zurückgezahlt

Doch ganz wohl war es dem TV-Pfarrer mit dem Kauf dann wohl doch nicht mehr. Wie Inside Edition inzwischen berichtet, hat Daystar das Staatsgeld inklusive Zinsen wieder zurückgezahlt.

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