Avic AG600China tüftelt wieder an seinem riesigen Wasserflieger

Nach Unterbrechung des Tests ist die Avic AG600 wieder in der Luft. Eine pünktliche Einführung des gigantischen Flugbootes ist für China wichtig.

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Mit einer Spannweite von 37 Meter und einer Länge von 39 Meter besitzt sie in etwa die gleiche Maße wie ein Airbus A320 oder eine Boeing 737. Im Gegensatz zu den Kurz- und Mittelstreckenfliegern kann die Avic AG600 jedoch auf Wasser starten und landen. Sie ist das größte Ambhibienflugzeug der Gegenwart.

Den Erstflug hatte der Flieger im Winter 2018, etwas weniger als ein Jahr später erfolgte der erste Start vom Wasser aus. Einen Dämpfer erhielt das Programm zuletzt aber wegen der Covid-19-Pandemie. Prototyp und Hersteller sind in der Stadt Jingmen in der Provinz Hubei stationiert und damit genau in der Region, wo die Lungenkrankheit Anfang dieses  Jahres ausbrach.

Wichtige Tests Ende dieses Jahres

Während die gesamte Provinz zum Sperrgebiet erklärt wurde, standen die Arbeiten am Wasserflugzeug über einen Monat lang still. Inzwischen setzt Hersteller Avic wieder das vollständige Entwicklungsteam ein. Bereits Mitte März begannen die Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der Testflüge. Die Chinesen versuchen, den Rückstand wieder einzuholen.

Der Prototyp der Avic AG600 hat bereits wieder Testflüge über Wasser durchgeführt, berichtet das staatliche China Internet Information Center. Eine für Ende des Jahres angesetzte Versuchskampagne mit ersten Flügen über der See sollen nach wie vor stattfinden. Geplant sind diese im Südchinesischen Meer. Das Randmeer ist als künftiges Einsatzgebiet des Wasserflugzeugs vorgesehen.

Auf Interessensgebiet zugeschnitten

Die Avic AG600 ist vor allem für Löscheinsätze bei Waldbränden und Rettungsaktionen auf hoher See ausgelegt. Mit einer Reichweite von 4500 Kilometern kann sie aber auch einen Großteil des Südchinesischen Meers erreichen. Seit Jahren streitet sich die Volksrepublik mit Anrainerstaaten und den USA um das Gebiet, das als wichtige Handelsroute gilt. Die Ansprüche an das Gebiet versucht China, mit zunehmender Militärpräsenz zu untermauern.

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