Teure PanneBritish Airways: Keine Hinweise auf Hackerangriff

Nichts geht mehr bei British Airways: Noch immer arbeitet die Fluggesellschaft an der Behebung des Totalausfalls der Informatik. Immerhin gibt es jetzt Hinweise auf die Ursache.

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Es ist der absolute Alptraum für British Airways. Am Samstagabend (27. Mai) musste sich Geschäftsführer Alex Cruz mit einer Videonachricht an die Öffentlichkeit wenden. Zu groß waren die Probleme geworden, zu groß die Verärgerung unter den Passagieren, zu groß die allgemeine Ratlosigkeit. Seit dem Morgen geht bei der britischen Fluggesellschaft gar nichts mehr. Cruz' Botschaft war deshalb klar: «Wenn sie heute Abend ab Heathrow oder Gatwick fliegen sollten, bitte kommen Sie nicht zum Flughafen».

British Airways erlebt seit Stunden «einen großen IT-Systemausfall», wie Cruz erklärt. Das Problem habe alle Check-in und Betriebssysteme ergriffen, meinte er weiter. Er entschuldigte sich bei den Betroffenen und bekräftigte, dass die Informatiker ununterbrochen daran arbeiteten, die Ursache des Ausfalls zu beheben. «Wir glauben, dass der Auslöser ein Problem mit der Stromzufuhr ist», erklärte der Chef von British Airways. Es gebe «keine Hinweise auf einen Cyberangriff» durch Hacker, so Cruz.

Drei Stunden warten

Viel hilft das den betroffenen Passagieren nicht. Denn British Airways kann sie derzeit nicht umbuchen, weil die Systeme nicht zugänglich sind. Die Fluglinie versprach den Passagieren alles Mögliche zu tun oder auch den Flugpreis zu erstatten. Aber aktiv kann sie noch immer nicht werden. Bei Twitter hieß es gegen Mitternacht als Antwort auf Kundenanfragen immer noch, dass nicht absehbar sei, wann das Problem gelöst werde.

An den Londoner Flughäfen spielten sich chaotische Szenen ab. Weil zu viele Passagiere in den Abflugbereichen herumstanden, konnten bereits auf den Abflug wartende Menschen nicht mehr einfach so zurück nach draußen gelassen werden. Es kam zu Schlangen mit einer Wartezeit von rund drei Stunden. Ihr Gepäck mussten sie zurücklassen.

Entgangene Einnahmen

Am Sonntag wurden die Flüge wieder aufgenommen. Man hoffe, einen fast normalen Betrieb in Gatwick anbieten und die Mehrheit der Flüge ab Heathrow durchführen zu können, so British Airways. Am Morgen gaben es allerdings in Heathrow noch zahlreiche Verspätungen und Annullierungen.

Auch wenn der Start schrittweise gelingt, es wird weiterhin chaotisch bleiben. Denn Flugzeuge und Crews befinden sich oftmals am falschen Ort. Zudem kommen auf British Airways massive Entschädigungsforderungen zu. Und die Fluggesellschaft verliert Millionen durch entgangene Einnahmen.

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