Es ist die größte Modernisierungsinitiative seit Jahrzehnten. Ein zentraler Bestandteil des Aufbauplans ÖBH 2032+ des Österreichichischen Bundesheeres ist die Erneuerung der Hubschrauberflotte – und nun wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Der erste neue Sikorsky UH-60M Black Hawk befindet sich offiziell in der militärischen Endausrüstung.
Vor zwei Jahren stellte das Österreichische Bundesheer mit ÖBH 2032+ seine langfristige militärstrategische Zielsetzung vor. Vorgesehen ist unter anderem eine schrittweise Erhöhung des Verteidigungsbudgets auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Für 2026 stehen dem Bundesheer damit insgesamt 4,8 Milliarden Euro zur Verfügung.
Auch Modernisierung der Trainings- und Kampfflugzeugflotte
Mit dem Geld sollen in den kommenden Jahren zahlreiche Fähigkeitslücken geschlossen werden. So etwa bei der bodengebundenen Luftabwehr, den Transport- und Rettungskapazitäten sowie bei der Modernisierung der Trainings- und Kampfflugzeugflotte.
Auch die Hubschrauberflotte wird massiv ausgebaut. Bereits im Juni 2024 unterzeichnete Österreich einen Vertrag über den Kauf von zwölf Sikorsky UH-60M Black Hawk. Die Beschaffung erfolgt über das Foreign Military Sales-Programm der US Army in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten.
Die Agusta Bell AB212 verlassen die Flotte
Das Gesamtpaket umfasst neben den Hubschraubern auch logistische Leistungen, Missionsausrüstung sowie die Ausbildung von Pilotinnen und Piloten sowie Technikfachkräften. Dafür wurde ein Budgetrahmen von 715 Millionen Euro vorgesehen. Stationiert werden die neuen Transporthubschrauber künftig am Flughafen Linz-Hörsching. Sie sollen den Luftstreitkräften mindestens 30 Jahre lang dienen.
Mit ihrer Einführung werden schrittweise die seit 1980 eingesetzten Agusta Bell AB212 ersetzt, die gegen Ende des Jahrzehnts außer Dienst gestellt werden sollen. Wie das Bundesheer nun mitteilt, wurde der erste UH-60M Black Hawk von Sikorsky-Mutter Lockheed Martin an die US Army zur sogenannten Militarisierung übergeben.
Hubschrauber bekommt Kommunikations- und Schutzsysteme
Die Übergabe des Hubschraubers mit der Seriennummer 24-27529 erfolgte im Rahmen eines Programm Management Reviews in West Palm Beach im US-Bundesstaat Florida. Das Treffen fand vom 5. bis 11. Mai 2026 unter Führung der Luftzeugabteilung gemeinsam mit Vertretern der US-Regierung sowie von Lockheed Martin/Sikorsky statt.
Die nun beginnende Militarisierung umfasst die vollständige militärische Endausstattung des Hubschraubers. Dabei wird er durch die US Army mit militärspezifischen Systemen ausgerüstet, getestet und zertifiziert. Dazu zählen unter anderem Kommunikations- und Selbstschutzsysteme, missionsspezifische Ausrüstung sowie die Integration und Überprüfung aller militärischen Komponenten.
In Zusammenarbeit mit den USA
Dieser Prozess gilt als notwendig, um die hohen internationalen Sicherheits- und Einsatzstandards zu erfüllen und den Hubschrauber vollständig für den militärischen Einsatz vorzubereiten. Die Arbeiten dauern mehrere Monate und erfolgen in enger Abstimmung zwischen Hersteller, US Army und dem Österreichischen Bundesheer.
Ziel bleibt weiterhin, die neuen Sikorsky UH-60M Black Hawk planmäßig ab 2028 an das Bundesheer auszuliefern.
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