General Atomics MQ-9A Block 5 Reaper: Unbemannte Herrin der Lüfte.

MQ-9A ReaperItaliens Luftwaffe verstärkt sich mit Kampfdrohne von General Atomics

Die italienische Luftwaffe baut ihre Flotte ferngesteuerter Luftfahrzeuge aus. Zwei zusätzliche MQ-9A Block 5 Reaper sollen ab Ende 2027 geliefert werden. Italien setzt den Typ vor allem für Aufklärung und Überwachung über dem Mittelmeer sowie zur Unterstützung von Nato-Operationen ein.

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Die Aeronautica Militare hat bei General Atomics Aeronautical Systems zwei neue ferngesteuerte MQ-9A Block 5 Reaper geordert. Block 5 steht für die modernste Version des schwer wahrnehmbaren Jägers aus der Höhe. Die Luftwaffe des Nato-Mitglieds wird damit ihre Reaper-Flotte ab Ende 2027 vergrößern. Sie macht keine Angaben über die genaue Zahl in ihren Depots. Der Vertrag (Preis: unbekannt) schließt auch Boden-Kontrollstationen ein. Eine MQ-9A Reaper kostet je nach Ausstattung rund 30 bis 50 Millionen US-Dollar.

Die Reaper, zu Deutsch Schnitter, zählen zur Familie der Remotely Piloted Aircraft (kurz: RPA) und sind sowohl für Aufklärungs- als auch für Kampfeinsätze geeignet. Laut David R. Alexander, Präsident von General Atomics Aeronautical Systems, «nimmt Italien eine führende Rolle beim Einsatz der MQ-9A ein, um ein breites Spektrum an Missionen zur Aufklärung, Überwachung und Informationsgewinnung (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance, ISR) in Italien, über dem Mittelmeer und zur Unterstützung von Nato-Operationen durchzuführen.»

Eine Spannweite von 20 Metern

Die italienischen Militärs loben die Reaper u. a. für ihre hohe Flugdauer von bis zu 26 Stunden, ihre Reichweite, die Gesamtnutzlast von 2,1 Tonnen, ihre Flughöhe von 13700 Metern (höher als die typische Reiseflughöhe eines Passagierjets) und die hochauflösenden EO/IR-Sensoren. Letztere garantieren eine Aufklärung in Echtzeit.

Das 11 Meter lange Ungetüm überzeugt durch lange Flugdauer, hohe Zuverlässigkeit und flexible Nutzlast und eignet sich für Aufklärungs-, Überwachungs- und bewaffnete Einsätze über Land und See. Je nach Mission trägt das Fluggerät mit seiner Spannweite von 20,1 Metern EO/IR-Sensoren, Radar, elektronische Aufklärungssysteme, Kommunikations- und Laserzielsysteme sowie verschiedene Waffen wie beispielsweise die lasergelenkte Luft-Boden-Rakete AGM-114 Hellfire. Damit ist die Kampfdrohne in etwa so breit wie ein Verkehrsflugzeug der Regionalflugzeugklasse.

Macht über dem Mare Nostrum

Insgesamt nutzen sieben Nato-Staaten (Deutschland gehört nicht dazu) plus das Nicht-Nato-Land Indien die Kampfdrohne. Die italienische MQ-9A Reaper ist vor allem auf dem Militärflugplatz Sigonella auf Sizilien stationiert. 2025 wurde dort die MQ-9 Block 5 offiziell eingeführt und ersetzte die ältere MQ-1C Predator. General Atomics modernisiert die MQ-9A laufend. Dabei stützt sich das Unternehmen auf Erfahrungswerte aus dem israelisch-amerikanischen Krieg gegen den Iran («Operation Epischer Zorn»). Dabei verloren die USA laut einem Artikel der Washington Post, der sich auf Veteranenberichte stützt, 45 General Atomics MQ-9A Block 5 Reaper.

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