Porträt des gestürzten Diktators Ben Ali: Fiktive Anstellungsverhältnisse.

Verhaftungswelle bei Tunisair

Gleich vier Ex-Chefs werden verdächtigt, Verwandten des Ex-Diktators Ben Ali fiktive Jobs zugeschanzt zu haben.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Die Praxis soll in Tunesien gang und gäbe gewesen zu sein: Kaderleute der staatlichen Fluggesellschaft schufen gut bezahlte fiktive Stellen für Personen, die der Regierung nahe standen. Entweder waren es Familienangehörige von Funktionären der Regierungspartei Rassemblement constitutionnel démocratique oder Verwandte des Alleinherrschers Zine el-Abidine Ben Ali. Gearbeitet haben diese Angestellten freilich nie. Nun will Verwaltungsreform-Minister Mohamed Abbou die Verantwortlichen für diese illegale Abzweigung von Staatsvermögen zur Rechenschaft ziehen. Er ließ letzte Woche gleich acht ehemalige Kadermitarbeiter von Tunisair festnehmen. Fünf davon sind die Ex-Firmenchefs Tahar Haj Ali, Nabil Chettaoui, Rafaa Dkhil, Ahmed Smaoui und Youssef Néji.

Am Freitag wurden zwei Manager wieder freigelassen, nachdem sie länger befragt worden waren. Drei wurden unter Hausarrest gestellt. Drei Führungsleute der tunesischen Airline sitzen aber weiter in Haft. Neben fiktiven Arbeitsplätzen steht auch der Vorwurf der Korruption im Raum. In den Medien wurde der Kampf gegen den Diebstahl von Staatsvermögen zwar weit herum begrüßt. Es wurde aber auch die Frage gestellt, ob die ehemaligen Konzernchefs wirklich etwas dafür können, wenn in ihrem Unternehmen Dinge geschahen, die in der Zeit der Diktatur üblich waren. Dies umso mehr, als es kaum möglich war, der Familie von Regierungschef Ben Ali etwas abzuschlagen. Offenbar sollen konkret drei Angehörige der Herrscherfamilie fiktive Posten bekommen haben.

Bessere Auslastung

Seit dem Sturz des Diktators versucht sich Tunisair aufzurappeln. 2011 flog die Fluggesellschaft als Folge des Arabischen Frühlings einen Verlust von umgerechnet 100 Millionen Euro ein. Inzwischen besserte sich die Situation aber deutlich. Zwischen Anfang Januar und Ende März 2012 transportierte die Airline 668'000 Passagiere - beinahe 50 Prozent mehr als in der gleichen Periode im Vorjahr. Die Auslastung betrug 73,8 Prozent.

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

de haviland dh88 comet g acss
Sie wurde 1934 gebaut und gewann ein legendäres Luftrennen. Nun ist die einzige noch flugfähige de Havilland DH.88 Comet der Welt bei der Flugschau schwer beschädigt worden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Start der Boeing 787 von Vietnam Airlines aus Passagiersicht: Deutlich über das Pistenende in München hinaus.
Neue Aufnahmen zeigen das ganze Ausmaß des Zwischenfalls mit einer Boeing 787 von Vietnam Airlines in München. Sie rollte beim Start rund 120 Meter über das Pistenende hinaus, bevor sie abhob. Auch deuten Berichte darauf hin, dass die Bremsen aktiviert waren.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die Boeing 787 hebt in München ab: Viel Staub aufgewirbelt.
Ein Dreamliner ist beim Start in München ungewöhnlich spät abgehoben und hat dabei eine große Staubwolke aufgewirbelt. Die Boeing 787 von Vietnam Airlines flog danach Schleifen und kehrte zum Flughafen zurück. Sie steht noch immer neben der Piste.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin