Flugzeuge von Lufthansa: Cockpitcrews bald in stärkerer Position?

Vereinigung CockpitPiloten wollen «einzige, mächtige Tarifkommission» für Lufthansa-Gruppe

Die Vereinigung Cockpit will bei der Vertretung der Pilotinnen und Piloten der Lufthansa-Gruppe schlagkräftiger werden. Sie plant eine einzige, starke Tarifkommission.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Für die Vertretung der Interessen des Cockpitpersonals haben die deutschen Flugbetriebe der Lufthansa-Gruppe je ein eigene Tarifkommission. Doch das soll sich ändern.

«Eine einzige, mächtige Tarifkommission wird künftig übergreifend die Geschicke der deutschen Piloten bei Großkonzernen wie der Lufthansa Group verhandeln», kündigt beim Karrierenetzwerk Linkedin Marcel Gröls an, bei der Vereinigung Cockpit zuständig für den Bereich Industrielle Beziehungen. So werde man mehr gemeinsame Kraft entwickeln.

Seitenhieb an den Konzern

«Passage, Lufthansa Cargo, Cityline, Eurowings, Eurowings Discover, Germanwings - alles wird durch ein Gremium koordiniert», erklärt Gewerkschafter Gröls, «so wird es dem obersten Organ der Vereinigung Cockpit e.V. im Mai zur Beschlussfassung vorgelegt.»

Als Seitenhieb schreibt Gröls, sein Dank gelte «auch dem Lufthansa-Konzern, dessen suchthaftes Neugründen von immer weiteren Töchtern bei uns auch den Letzten davon überzeugt hat, dass gegen so viel Diffusion nur konsequente Einheit hilft».

Nicht nur Begeisterung

Die Vereinigung Cockpit rechnet bei ihren Mitgliedern mit einer sehr hohen Zustimmung für den Plan. Dennoch dürfte er nicht bei allen Pilotinnen und Piloten auf Gegenliebe stoßen. Das wurde schon 2022 deutlich, als es um die Frage ging, ob die Cockpitcrews von Eurowings Discover von der Konzerntarifkommission vertreten werden sollen.

Dass die Personalvertretung von Lufthansa versuche, Einfluss auf Prozesse bei Discover zu nehmen, stieß dort einigen sauer auf. «Man will uns nicht mitreden lassen und nach außen hin zwar eine Verbesserung verkaufen. Nach innen aber das meiste für die Kolleginnen und Kollegen der Lufthansa Mainline rausholen», sagte ein verärgerter Discover-Mitarbeiter. Man werde eh schon als Personal zweiter Klasse angesehen im Konzern, so ein anderer.

Mancher wünsch sich Verdi

Auch sei man nicht zwingend daran interessiert, dass die Vereinigung Cockpit für das Thema zuständig sei, war aus dem Kreise der Verärgerten zu hören. Das Personal könne sich auch vorstellen, dass die Konkurrenzgewerkschaft Verdi sich der Thematik annehme.

Von Verdi vertreten werden etwa die Cockpitcrews von Aerologic. Im vergangenen Herbst handelte die Gewerkschaft erstmals Tarifverträge für die Pilotinnen und Piloten des Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Deutscher Post DHL aus.

Mehr zum Thema

Flugzeuge von Eurowings Discover und Lufthansa: Die Tarifierung der Ferientochter sorgt für Stress.

Eurowings Discover sorgt im Lufthansa-Konzern für rote Köpfe

Vereinigung Cockpit veröffentlicht Flugsicherheitskonzept 2022

Vereinigung Cockpit veröffentlicht Flugsicherheitskonzept 2022

Vereinigung Cockpit bittet um anonyme Hinweise zu Wet-Lease-Anbietern

Vereinigung Cockpit bittet um anonyme Hinweise zu Wet-Lease-Anbietern

airbus a340 300 d aigu lufthansa

Lufthansa prüft Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack