Kapitol in Washington: Der Senatsentwurf würde Golfairlines schwächen.

Steuer-RegelungenUSA wollen Golfairlines mit Steuern bremsen

Ein Entwurf des Senats der USA würde große steuerliche Nachteile für die Golfairlines bringen. Etihad kritisiert das Vorhaben scharf.

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Nach jahrelanger Lobbyarbeit könnten die großen amerikanischen Fluggesellschaften im Kampf gegen die Konkurrenz vom Persischen Golf tatsächlich Unterstützung der Regierung in Washington erhalten. Der Entwurf des mehrheitlich republikanischen Senats der USA zur Steuerreform sieht Änderungen vor, die für Etihad, Emirates und Qatar deutliche Nachteile bedeuten würden.

Bisher sind ausländische Fluglinien von der Pflicht, in den USA Unternehmenssteuern zu zahlen, ausgeschlossen. Doch das soll sich laut dem Entwurf ändern. Um weiterhin von der Ausnahme zu profitieren, muss zwischen dem Herkunftsland der Airline sowie den Vereinigten Staaten ein Steuerabkommen herrschen. Zudem muss mindestens eine US-Fluglinie mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar mindestens zwei Flüge pro Woche in das andere Land anbieten. Aus den Golfstaaten hatten sich die drei großen US-Fluglinien wegen des harten Wettbewerbs zurückgezogen.

Vorschlag aus Deltas Heimatstaat

Etihad greift den Senat scharf an. Der Entwurf beinhalte Formulierungen, die gegen US-Gesetz verstoße und nicht mit verschiedenen internationalen Abkommen vereinbar sei. Das sei ganz klar das Ergebnis der «Bemühungen von einer oder mehr der drei großen US-Airlines», den Wettbewerb zu beseitigen. Die Ergänzung, die Etihad erzürnt, wurde von einem Senator aus Georgia vorgeschlagen. In Georgias Hauptstadt Atlanta hat Delta Air Lines ihren Sitz.

Auch der Weltluftfahrtverband Iata kritisiert den Entwurf. Das Ganze würde jahrzehntelange Arbeit zerstören und Regierungen die Tür öffnen, die sich an Konkurrenten rächen wollen, so der Verband gegenüber der Zeitung Financial Times.

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