Malediven: Einer der Flüge ging von hier nach Moskau.

StrafzahlungUSA bitten türkische Firma für Russlandflüge zur Kasse

Zwei Mal flog ein türkischer Charteranbieter mit einem Gulfstream-Jet nach Russland. Die USA verhängen nun eine Strafe - und wollen Charterfirmen weltweit eine Lehre erteilen.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Air Sapphire mit Sitz in der türkischen Hauptstadt Ankara bietet Charterflüge mit Privat- und Businessjets an. Auf ihrer Webseite wirbt die Firma mit Luxus und Privatsphäre. Sie schreibt von «Vertraulichkeit in luftiger Höhe» bei «unseren diskreten Flugdiensten».

Für zwei diskrete Reisen wird das Unternehmen nun aber selber zur Kasse gebeten. Denn das Bureau of Industry and Security BIS des Handelsministeriums der USA hat eine Strafe in Höhe von 285.000 Dollar gegen Sapphire Havacilik verhängt, wie die Firma offiziell heißt.

Zyprischer Reisepass vorgelegt

Denn Sapphire führte im Oktober 2023 und im Januar 2024 mit einer in den Vereinigten Staaten produzierten Gulfstream (Kennzeichen TC-GLF) private Charterflüge ins von den USA sanktionierte Russland durch. Am 13. Oktober 2023 reisten mit dem Flugzeug zwei russische Staatsangehörige von Istanbul nach Tyumen in Westsibirien.

Am 21. Januar 2024 flog ein einziger Passagier von den Malediven nach Moskau. «Sapphire wurde vor dem Flug ein zyprischer Reisepass des Passagiers vorgelegt, der jedoch sowohl die russische als auch die zyprische Staatsangehörigkeit besaß», schreibt das BIS. In beiden Fällen seien die Flüge über den Umweg nicht-russischer Chartermaklern gebucht worden.

«Soll weltweit eine Lehre sein»

Dennoch habe das türkische Unternehmen gegen den Export Control Reform Act von 2018 verstoßen, da die Flüge ohne Lizenz des BIS stattgefunden hätten, erklärt die amerikanische Behörde. Die türkische Charterflugfirma habe all das zugegeben.

«Wir werden es russischen Oligarchen – oder überhaupt russischen Staatsbürgern – nicht erlauben, Luxusjets nach Russland zu chartern», sagte Matthew Axelrod, stellvertretender Staatssekretär für Exportkontrolle. Es spiele dabei keine Rolle, ob jemand einen anderen Pass verwende, wie etwa einen zyprischen. «Dies soll Chartermaklern und -betreibern weltweit eine Lehre sein: Wenn Sie solche Reisen unter Verletzung unserer Vorschriften ermöglichen, müssen Sie möglicherweise einen hohen Preis dafür zahlen.»

Mehr zum Thema

Boeing 737-800 von Aeroflot: Für welche Airline die Angeklagten Ersatzteile besorgen sollten, ist nicht öffentlich.

Wie Ersatzteile von den USA illegal nach Russland gelangten

Flugzeug von Pobeda: Ersatzteile kommen über Umwege.

USA beschuldigen Pobeda, Sanktion zu umgehen - und nennen Namen

Umgehung von Sanktionen: Russland soll im großen Stil westliche Triebwerke über Gabun beziehen

Umgehung von Sanktionen: Russland soll im großen Stil westliche Triebwerke über Gabun beziehen

Tu-204: Immer mehr alte Flieger kehren in die Flotten russischer Airlines zurück.

Boeing 747, Antonov An-148, Ilyushin Il-96, Tupolev Tu-204: Russland holt immer mehr alte Jets zurück in die Flotten

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug über die Piste hinausgeschossen und am Stand zum Stehen gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies