Oscar Munoz: Hat ein neues Herz bekommen.

Oscar MunozUnited-Chef kehrt nach Herztransplantation zurück

Oscar Munoz hat nach seinem Herzinfarkt ein Spenderherz eingepflanzt bekommen. Schon bald wird der United-Chef an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Zu tun gibt es genug.

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Für United Airlines war es ein Schock. Vergangenen Oktober erlitt Oscar Munoz einen Herzinfarkt – nur fünf Wochen nachdem er zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt worden war. Die Fluggesellschaft musste unverhofft die Führung schon wieder neu bestellen und mit Brett J. Hart einen Interims-Chef ernennen.

Nun ist das Ende des Interregnums absehbar. United hat bekannt gegeben, dass Munoz Ende des ersten oder Anfang des zweiten Quartals auf seinen Posten zurückkehren werde. Der 57-Jährige habe einen Herzschrittmacher erhalten und am 6. Januar sei ihm ein neues Herz eines Spenders eingesetzt worden, so die Fluglinie. Das sei kein Zeichen eines Rückschlags, sondern die Therapie, die von den Ärzten als beste für eine langfristige Genesung empfohlen worden sei.

Munoz arbeitet wieder Teilzeit

Die Ärzte sind offenbar sehr zuversichtlich. «Angesichts Herr Munoz' exzellenter Fitness und der schnellen Erholung vor der Transplantation erwarten wir eine schnelle Genesung und Rückkehr in sein Amt», so Herzchirurg Patrick M. McCarthy vom Krankenhausbetreiber Northwestern Medicine. Schon seit Mitte Dezember arbeitet Munoz offenbar wieder Teilzeit. Er habe Mitarbeitende besucht und an Sitzungen in der Firmenzentrale teilgenommen.

United und die Mitarbeitenden setzen große Hoffnungen in Munoz. Der United-Lenker sprach die Probleme erstmals offen an und aus. Man habe Versprechen nicht eingelöst. Zudem bemerkte er, dass es beim Personal an Loyalität und Moral fehlte. Er reiste kreuz und quer durchs Land und hörte sich deren Klagen an.

Schlechter Service und Informatikprobleme belasten United

United kämpft mit vielen Problemen, die teilweise aus der Fusion von United und Continental im Jahr 2010 stammen. Eines ist der Kundendienst. Der Service gilt als miserabel, die Mitarbeitenden als wenig engagiert. Ein anderes ist die Informatik, die immer wieder zu Problemen führt. So musste letztes Jahr die gesamte Flotte zwei Mal gegroundet werden, weil wichtige Systeme ausfielen. United muss aber auch die Verspätungen reduzieren. Zudem belasten Untersuchungen wegen möglicher korrupter Praktiken noch immer das Image. Deshalb musste Munoz' Vorgänger gehen.

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