Cockpit des Dreamliner: Bei United ohne zusätzliche Barriere?

Kein Cockpitschutz im Dreamliner?

Mit United Airlines will ausgerechnet eine amerikanische Airline den Zusatzschutz für die Crew entfernen.

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Seit dem 11. September ist das Cockpit so etwas wie ein Hochsicherheitstrakt. Einmal schauen, wie die Piloten arbeiten - nicht einmal mehr für Kinder ist das heute mehr möglich. Schon gar nicht in den USA. Einige Fluggesellschaften bauten daher eine Art zweites Tor ein, das die Crew vor ungewollten Eindringlingen schützen soll. Selbst wenn ein Pilot einmal zur Toilette oder aus anderen Gründen in die Kabine muss, bleibt das Cockpit damit unzugänglich. United Airlines hat diese «second barriers» etwa in einigen ihrer Boeing B777 eingebaut.

Umso kurioser scheint es da, was United nun beim Dreamliner vorhat. Von September bis Ende des Jahres sollen die ersten sechs B787 an die amerikanische Airline ausgeliefert werden - inklusive Metalltüren, die das Cockpit vor Eindringlingen schützen. Doch diese will die Fluggesellschaft nun wieder ausbauen lassen - und zahlt sogar dafür. Das zumindest behauptet die Pilotengewerkschaft Air Line Pilots Association. In einem Brief an United, der verschiedenen Nachrichtenagenturen zugespielt wurde, beschwert sich Vizepräsident Sean Cassidy über den Schritt.

United nimmt nicht Stellung

«Es macht einfach keinen Sinn, dafür zu zahlen, dass ein Schutzmechanismus gegen Eindringlinge wieder entfernt wird», schreibt er in dem Brief. United Airlines wollte sich nicht direkt zu den Vorwürfen von Cassidy äußern - verneinte sie aber auch nicht. Aus Sicherheitsgründen könne man nicht genau darlegen, in welchen Fliegern die Schutztore angebracht sind und in welchen nicht, so eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. «Wir legen bei jedem Flug höchsten Wert auf Sicherheit. Sie ist unsere Top-Priorität», sagte sie weiter gegenüber der Agentur AFP.

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