Oscar Munoz: Der neue United-Chef absolvierte ein volles Programm.

Herzinfarkt von Oscar MunozUnited Airlines muss Interim-Chef einsetzen

Der erst vor fünf Wochen ernannte neue Chef von United Airlines erlitt einen Herzinfarkt. Schnell kehrt Oscar Munoz kaum zurück. United Airlines ernannte deshalb einen Interims-Chef.

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Oscar Munoz ist gerade mal fünf Wochen im Amt. In dieser Zeit hat er als neuer Chef von United Airlines schon viel bewegt. Er sprach die Probleme bei der Fluglinie erstmals offen an und aus. Man habe Versprechen nicht eingelöst, die bei der Ankündigung der Fusion von United und Continental im Jahr 2010 gemacht worden seien. Und das werde man ändern, verkündete er öffentlich.

Munoz hatte den Steuerknüppel bei United am 8. September übernommen, nachdem sein Vorgänger Jeff Smisek wegen Bestechungsvorwürfen zurücktreten musste. Zuvor hatte der 56-Jährige viele Jahre für den amerikanischen Eisenbahnreisen CSX gearbeitet. Bei seinem neuen Arbeitgeber bemerkte er schnell, dass es auch an Loyalität und Moral bei den Mitarbeitenden fehlt. Auch das wollte Munoz ändern, indem er möglichst viel Zeit an der Basis verbrachte und Klagen und Vorschläge anhörte. Er reiste dafür kreuz und quer durchs Land.

Genesungsprozess von Munoz unklar

Doch seit Donnerstag (15. Oktober) arbeitet Munoz nicht mehr. Er liegt in Chicago im Krankenhaus, nachdem er einen Herzinfarkt erlitten hat. So schnell wird er seine Arbeit nicht wieder aufnehmen können, wie jetzt klar ist. «Es ist zu diesem Zeitpunkt noch zu früh, um sagen zu können, welche Behandlung er braucht und wie lange die Genesung benötigt», schreibt United Airlines in einer Medienmitteilung.

Die viertgrößte Fluglinie der USA ernannte deshalb am Montagabend (19. Oktober) einen Interim-Vorstandsvorsitzenden. Brett J. Hart wird die Geschäfte von Munoz während dessen Erholungszeit übernehmen. «Oscars Plan fokussierte auf Kundendienst, Teamwork und Innovation. Ich werde ihn zusammen mit dem restlichen Managementteam schnell weiter umsetzen», so Hart. United Airlines erklärte weiter, man bereite sich in Sachen Führungsstruktur auf alle möglichen Verläufe vor.

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