Big Front Seat: Bei Spirit gibt es künftig mehrere Klassen.

Neue StrategieUltra-Billigairline Spirit führt Business Class ein

Erst kam Southwest Airlines nach 50 Jahren von ihrem ursprünglichen Geschäftsmodell ab, jetzt erfindet sich auch Spirit Airlines neu. Mit drastischen Veränderungen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Es war eine Sache, die Southwest Airlines von einem Großteil der Konkurrenz unterschied: Bei der Billigairline konnte man keine Sitze auswählen. Wer zuerst einstieg, bekam auch zuerst einen Platz. Doch das ändert die Fluglinie jetzt nach 50 Jahren. Dafür erntet sie sowohl Lob als auch Kritik von Kundinnen und Kunden.

Die Änderung ist aber nicht die einzige. Southwest kündigte außerdem an, dass es für Premium-Sitze mit mehr Beinfreiheit Gebühren erheben wird. Auch das System beim Einsteigen wird überdacht und erstmals will die Fluglinie auch Nachtflüge anbieten. Damit kehrt sie eindeutig vom Modell einer Ultrabilligairline ab. Und damit ist Southwest nicht allein.

Künftig auch Business-Sitze

Auch die Konkurrentin Spirit Airlines hat Änderungen bekannt gegeben. Bei der Buchung werden Reisende künftig zwischen verschiedenen Klassen wählen können. Und: Es wird sogar eine Art Business Class mit eigenen Sitzen geben. Die Sitze in der Kategorie Go Big werden größer sein und in einer 2-2-Konfiguration verbaut. Außerdem gibt es ein Premium-Angebot von Speisen und Getränken sowie Gratis-Internet, Priority Check-in, Priority Boarding und kostenloses Aufgabegepäck.

In einer Zwischenklasse sitzen die Reisenden auf den normalen Sitzen, haben aber einen freien Mittelsitz - ähnlich der Business Class auf vielen europäischen Flügen. Diese Kategorie heißt Go Comfy. Außerdem gibt es einen Snack und ein Getränk, Priority Boarding und Gratis-Gepäck.

Gepäck oder Handgepäck?

In der dritten Klasse können Reisende entscheiden: Nehmen sie zusätzlich zu dem Gepäckstück, das unter den Sitz passen muss, noch einen Rollkoffer in die Kabine oder geben sie ein Gepäckstück gratis auf? Einen freien Mittelsitz gibt es in der Kategorie Go savvy nicht, weitere Extras sind nicht inbegriffen oder kosten. In Spirits günstigster Kategorie Go ist dann nicht einmal mehr der Rollkoffer für die Kabine inbegriffen.

An mehr als 20 Flughäfen in den USA führt Spirit aufgrund der Änderungen ein Priority Check-in mit einer speziellen Abfertigungsspur ein. Beim Einsteigen werden die Passagiere neu in eine von fünf Gruppen eingeteilt.  So will Spirit die Einsteigezeit verkürzen. Es sei eine «neue Ära», so Geschäftsführer Ted Christie. Die Änderungen seien das Ergebnis davon, dass man auf die Kunden gehört habe.

Größerer Trend

Spirit Airlines muss sich auch neu erfinden. Seit der geplatzten Übernahme durch die Konkurrentin Jetblue geht es der Fluglinie alles andere als gut. Zwischenzeitlich gab es sogar Gerüchte über eine mögliche Insolvenz. Das sei «eine fehlgeleitete Schilderung, die von einer Reihe von Kritikern verbreitet wird», so Christie dazu. Man erwäge nicht, sich in Gläubigerschutz zu begeben.

Die Schritte von Southwest und Spirit sind denn auch eher Zeichen eines größeren Trends. Im April hatte bereits Frontier bekannt gegeben, neue Buchungsklassen einzuführen. Auch Jetblue hat die Buchungsklassen überarbeitet. Alle fokussieren sich mehr auf Gäste mit höherer Zahlungsbereitschaft.

Mehr zum Thema

ticker-spirit-airlines

Spirit Airlines verkauft letzte Flugzeuge - 27 Airbus A320 und A321

Spirit Airlines: Google verspricht sich etwas von den Daten der Airline.

Google kauft Daten von untergeganener Spirit Airlines - um KI zu trainieren

ticker-spirit-airlines

Ehemalige Spirit-Zentrale für 93 Millionen Dollar verkauft

ticker-spirit-airlines

Für 250 Millionen Dollar gebaute Firmenzentrale von Spirit Airlines wird für 88 Millionen verkauft

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack