Heckflosse von Turkish Airlines: Logo doch noch auf dem A380?

Turkish träumt weiter vom A380

Eben erst orderte die türkische Nationalairline für Milliarden bei Airbus und Boeing. Dennoch schließt sie eine Order von A380 und A350 nicht aus.

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Die Milliarden sitzen gerade locker in Istanbul. Mitte März gab Turkish Airlines bekannt, 82 Maschinen aus der A320-Familie bei Airbus zu bestellen und sich weitere 35 Optionen auf die Mittelstreckenflieger aus europäischer Produktion zu sichern. Anfang April ließ die türkische Nationalairline dann verlauten, sie ordere auch noch 70 B737 bei Boeing. Hinzu kamen damals auch gleich 28 Optionen auf den amerikanischen Mittelstreckenflieger. Kostenpunkt insgesamt: 16,2 Milliarden Dollar. Nun habe man alle Bedürfnisse bis 2020 abgedeckt, erklärte Aufsichtsratspräsident Hamdi Topçu in einem aktuellen Interview mit der renommierten französischen Wirtschaftszeitung Les Echos.

Das Ziel des Managements von Turkish ist es, bis in sieben Jahren einen Flugzeugpark von 350 Maschinen zu zählen. Heute sind es 212. Das wird mit der Riesenorder der vergangenen Wochen locker erreicht.

Allianz mit Lufthansa nicht prioritär

Damit aber begnügt man sich nicht. Vor allem auf der Langstrecke möchte Topçu noch zulegen. Da ist Turkish mit nur 36 Maschinen schwach aufgestellt. Die entsprechende Flottenplanung werde man bis Ende des Jahres abschließen, so der Aufsichtsratspräsident. «Wir sind weiter am A380 und am A350 interessiert», erklärte Topçu. Wenn Airbus ein gutes Angebot mache, dann werde man zuschlagen - innerhalb von wenigen Tagen. «Alles hängt von Airbus ab.»

Das zeigt: Turkish Airlines setzt weiter voll auf Wachstum aus eigener Kraft. Die von Premier Tayyip Erdoğan und Kanzlerin Angela Merkel letztes Jahr angestoßene vertiefte Kooperation zwischen der türkischen Fluggesellschaft und Lufthansa hat in Istanbul offenbar eine reichlich tiefe Priorität. «Zu diesem Thema fand noch kein Treffen zwischen der Führung der beiden Fluglinien statt», so Topçu nüchtern.

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