Beriev Be-200: Serienproduktion soll anlaufen.

Türkei kauft Beriev Be-200Russischer Wasserbomber landet Erfolg im Ausland

Schon im vergangen Jahr setzte die Türkei bei der Brandbekämpfung auf russische Amphibienflugzeuge. Jetzt will sich das Land offenbar selber Beriev Be-200 zulegen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Immer wieder wird die Türkei von verheerenden Waldbränden heimgesucht. 2019 wüteten 396 Feuer und zerstörten eine Fläche von 83.146 Hektar. Damit war das Land gemäß Daten der Europäischen Union das am zweitmeisten betroffene in Europa, im Nahen Osten und in Nordafrika.

Dagegen will Ankara etwas tun. Schon im Herbst 2019 liebäugelte die türkische Regierung mit der Anschaffung von russischen Wasserbombern. Doch aus dem Kauf wurde vorerst nichts. Zum Einsatz kam die Beriev Be-200 dort wenig später dennoch: Ab Juni 2020 unterstützen zwei Exemplare des russischen Katastrophenschutzministeriums die Türkei bei Löscheinsätzen gegen Brände in der Nähe von Antalya, Izmir und Bodrum.

Erst 17 flugfähige Exemplare

Der erfolgreiche Einsatz des Flugzeugs unter realen Bedingungen werde «die Aussichten für den Kauf russischer Amphibienflugzeuge» durch die Türkei erhöhen, hielt die Beriev-Mutter UAC am Ende des Einsatzes fest. Nun sieht es so aus, als hätten die Flieger aus russischer Produktion wirklich erfolgreiche Überzeugungsarbeit geleistet. Gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax sagte Andrei Saveliev, Industrieminister der Region Rostov, man stehe vor der Vertragsunterzeichnung für den Verkauf von fünf Beriev Be-200 an die Türkei.

Das wäre ein großer Erfolg für das Flugzeug. Denn obwohl die Beriev Be-200 schon seit 2003 in Betrieb ist, wurden im Werk in der Stadt Taganrog in der Region Rostov erst 17 flugfähige Exemplare gebaut. Die einzigen Betreiber sind derzeit das russische und das aserbaidschanisch Katastrophenschutzministerium, das russische Militär sowie Beriev.

Bis zu 12.000 Liter Wasser

Die Beriev Be-200 basiert auf der größeren Be-42 und ist ein zweistrahliges Mehrzweckflugzeug, das sowohl an Land als auch im Wasser starten kann. Es ist konfigurierbar als Fracht- oder Passagierflieger, für die Seeüberwachung, als Rettungsjet, aber besonders auch als Löschflugzeug. Es kann in Seen oder im Meer bis zu 12.000 Liter Wasser aufnehmen und verfügt zudem über zusätzliche Tanks für spezielle Löschmittel. Zum Vergleich: Die Canadair CL-415 kann bis zu 6130 Liter Wasser aufnehmen.

Die Besatzung der Beriev Be-200 besteht bei solchen Einsätzen aus zwei Piloten. Das 32 Meter lange Flugzeug sollte einst auch mit einem lokalen Partner in den USA in Lizenz gebaut werden. Die Pläne wurden aber nie umgesetzt.

In der oben stehenden Bildergalerie erfahren Sie mehr über die Beriev Be-200.

Mehr zum Thema

Viking-Air-Video: Die Pläne zur CL-515 sind ab circa Minute 8:40 zu sehen.

Viking Air sucht Kunden für neues Amphibienflugzeug

Avic ARJ21: Enthält viele Teile aus den USA.

USA bremsen Chinas und Russlands Flugzeugbauer aus

Skizze der Beriev Be-2500. Am Amphibienflugzeug wird seit Jahrzehnten gearbeitet.

Wird ein neues Kaspisches Seemonster geboren?

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin