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Compass und Trans States Airlines

Corona-Krise zwingt zwei Regionalairlines in die Knie

In den USA müssen zwei Regionalfluglinien im April ihren Betrieb einstellen. Die Corona-Krise beschleunigte das Ende von Compass und Trans States Airlines.

aeroTELEGRAPH

Embraer E175 von Compass Airlines: Bis zuletzt im Auftrag von American Airlines im Einsatz.

Die Hiobsbotschaft erreichte Compass Airlines im August 2019. Hauptkundin Delta Air Lines beschloss damals, für ihren Regionalableger Delta Connect statt auf fünf nur noch auf drei Wet-Lease-Anbieter zu setzen. Die Regionalairline mit Sitz in Minneapolis verlor den Auftrag und reduzierte ihre Flotte von 56 auf 20 Regionaljets.

Zudem verkündete Compass Airlines die Betriebseinstellung Ende 2020 an. Zuletzt flog sie noch für American Airlines. Wegen des Ausbruchs des Coronavirus kommt das Ende jetzt aber früher. Die Regionalairline stellt ihren Betrieb bereits am 1. April ein. In einer Erklärung an die Angestellten erklärt sie: «Durch radikale Kapazitätsreduzierungen war Compass nicht mehr in der Lage, auch nur minimal tragfähige Flugpläne zu fliegen.»

Auch United kürzte Aufträge

Auch Compass’ Schwester Trans States Airlines bringt die Corona-Krise das vorzeitige Ende. Beide Fluglinien gehören der Trans States Holdings. Ihre zweite Regionalairline stellt die Flüge ebenfalls am 1. April ein. Sie fliegt mit mehr als 40 Kurzstreckenjets ab Chicago und Denver im Auftrag von United Airlines’ Regionalableger United Express.

Weil die große Fluggesellschaft ebenfalls ihre Dienstleister kappt, war auch bei Trans State Airlines das Aus bis Ende 2020 beschlossene Sache. Doch der dramatische Einbruch der Fluggastzahlen bricht Trans State Airlines ebenfalls das Genick. Genau wie American Airlines, Delta und vielen anderen Airlines muss auch Auftraggeberin United erheblich Kapazität kappen.

«Tiefgreifender als befürchtet»

«Die sofortigen Kürzungen unseres Flugplans sind weitaus tiefgreifender, als wir befürchtet hatten», schreibt Trans-State-Airlines-Präsident Richard Leech in einer internen Nachricht. Die amerikanischen Fluggesellschaften fordern bereits Staatshilfen in Milliardenhöhe.



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