Heckflossen von Delta-Fliegern: Das Logo prangt bald auf noch mehr Airbus.

Corona-KriseAirlines in den USA und Boeing brauchen Staatshilfen

Delta, United, American und Co. bitten um ein Rettungspaket in Höhe von mindestens 50 Milliarden Dollar für die Branche. Auch Boeing bemüht sich offenbar um Hilfe.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Öffentliche Staatshilfe für Unternehmen ist in den USA nicht populär. Doch in der Corona-Krise ändert sich selbst das. So fordert der Verband Airlines for America A4A, der unter anderem United, Delta, American und Southwest vertritt, von der Regierung ein Rettungspaket.

Nötig seien 25 Milliarden Dollar an direkten Zuschüssen sowie weitere 25 Milliarden Dollar über Darlehen. Zudem bräuchten die Fluggesellschaften der USA, Steuererleichterungen bis mindestens Ende des Jahres 2021, um zu überleben,. So sollen etwa die Abgaben bei Tickets, Fracht und Treibstoff erlassen werden, so Airlines for America.

Präsident Trump verspricht Hilfe

Der Verband fordert auch ein Paket für Frachtfluglinien in Höhe von acht Milliarden Dollar, gleich aufgeteilt in Zuschüsse und Darlehen. Zudem bemühen sich die Flughäfen um Hilfen in Höhe von mindestens 10 Milliarden Dollar. Präsident Donald Trump erklärte, man werde die Branchen «kraftvoll unterstützen», die besonders von der Krise betroffen sein, so etwa Fluggesellschaften.

Auch die Fluggesellschaften in den USA leiden unter einem massiven Nachfragerückgang durch die Corona-Krise und die daraus eingeführten Reisebeschränkungen. Die Chefetage von United Airlines hat ihre Mitarbeiter in einem Brief bereits auf einen massiven Umsatzverlust und Gehaltskürzungen vorbereitet. Die Manager selber haben sich das Gehalt gestrichen oder gekürzt.

Auch Boeing braucht wohl Staatshilfe

Ein Informant sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, auch Boeing verhandle mit der Regierung über kurzfristige Hilfen. Um wie viel Geld es dabei geht, ist nicht klar. Der Flugzeugbauer lehnte eine Stellungnahme ab. Derweil kritisiert Luftfahrtexperte Scott Hamilton bei Twitter: «Es ist unzumutbar, dass Boeing eine Rettungsaktion der Regierung anstrebt, während die Aktionäre Dividenden erhalten und der Chef sein Gehalt behält.»

Deutschland hatte bereits am Wochenende Unterstützung für die Airline-Branche angekündigt. Thomas Jarzombek, Luftfahrtkoordinator der deutschen Bundesregierung stellte «Liquiditätshilfen» in Aussicht. Infrage kommt beispielsweise ein Kredit. Selbst eine Beteiligung des Staates am Lufthansa-Konzern ist demnach als Extremszenario ein Thema.

Berliner Flughäfen benötigen Finanzspritze

Mittlerweile erklärten auch die Berliner Flughäfen, dass sie Hilfe benötigen. Man werde «die Unterstützung der Gesellschafter brauchen, was die Corona-Frage betrifft», sagte der Chef der Betreibergesellschaft, Engelbert Lütke Daldrup, gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. Die Höhe der benötigten Finanzspritze lasse sich noch nicht beziffern.

Mehr zum Thema

Flieger von Miami Air.

Das passierte in der Corona-Krise im März

Produktion von Airbus in Saint Nazaire: Vier Tage lang geht nichts mehr.

Airbus pausiert Produktion in Frankreich und Spanien

Flieger von United: Die US-Airline verzeichnete diesen März bereits eine Millionen weniger Passagiere als im Vorjahr.

United-Chefs: «Es wird noch schlimmer»

ticker-american-airlines

American Airlines gibt 9/11-Sammlung an Gedenkmuseen weiter

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack