Sitz in der Business Class eines Airbus A320 von Lufthansa: Wer ganz vorne sitzen will, muss künftig extra zahlen.

Neue GebührWer bei Lufthansa, Austrian, Swiss und Co. ganz vorne sitzen will, muss künftig extra zahlen

Die Lufthansa-Gruppe führt neue Sitzplatzkategorien für Europaflüge ein. Künftig wird etwa ein Sitz in der ersten Reihe der Business Class kostenpflichtig.

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Aus Sitzen werden neue Produkte: Die Lufthansa-Gruppe führt mit sofortiger Wirkung neue Kategorien für Sitzplatzreservierungen ein. Für Passagiere ändert sich an den Sitzen selbst nichts – wohl aber an deren Vermarktung. Reisende würden «noch mehr Auswahlmöglichkeiten bei der Wahl ihres bevorzugten Sitzplatzes» erhalten, erklärt der Konzern. Gleichzeitig werde das Sitzplatzangebot innerhalb der Lufthansa Group vereinheitlicht. Als Vorbild dient ITA Airways, wo die neuen Kategorien bereits angeboten werden.

Bislang konnten sowohl die erste Reihe der Business Class als auch die hinteren Reihen der Economy Class im Rahmen der regulären Sitzplatzreservierung als Classic Seat ausgewählt werden. Künftig werden diese Plätze eigenständig vermarktet. Die neue Reglung gilt bei allen Flüge von Austrian Airlines, Brussels Airlines, Lufthansa, Swiss, Air Dolomiti und Lufthansa City Airlines.

Sitz ganz vorne in der Business Class kostet 36 Euro

So kostet die erste Reihe der Business Class als neuer First Row Seat 36 Euro beziehungsweise 40 Schweizer Franken. Für die hinteren Reihen der Economy Class wird mit dem Back Seat eine günstigere Reservierungsoption eingeführt. Die letzten Reihen kosten künftig 12 Euro beziehungsweise 15 Franken, statt 15 Euro beziehungsweise 18 Franken.

Wie ein Lufthansa-Sprecher erklärt, bietet der neue First Row Seat «die Exklusivität der ersten Reihe an Bord sowie die Vorteile eines schnellen Ausstiegs nach der Landung». Für Vielfliegende mit dem Staus HON Circle oder Senator bleibe die Reservierung dieser Plätze weiterhin kostenlos. Auch die bestehenden Statusvorteile sowie die Regelungen für Flex-Tarife ändern sich gemäß dem Sprecher nicht. Auffällig ist jedoch: Am eigentlichen Produkt ändert sich nichts. Neu sind einzig die zusätzlichen Sitzplatzkategorien, mit denen die Lufthansa-Gruppe ihr Reservierungsangebot künftig feiner segmentiert.

Lufthansa Group schraubt an Gebühren

Im Jahr 2026 hat die Lufthansa Group bereits mehrere Änderungen bei kostenpflichtigen Zusatzleistungen vorgenommen. Im März führte der Konzern den Light-Tarif in der Business Class und Premium Economy auf ausgewählten Langstrecken ein. Neu ist unter anderem, dass in diesem Tarif auch Senatoren und Hon Circle Member für eine Sitzplatzreservierung bezahlen müssen. Je nach Strecke fallen dafür rund 80 bis 120 Euro an. Gleichzeitig wurden die Tarifbedingungen verschärft, etwa mit weniger Freigepäck und höheren Gebühren für Umbuchungen.

Ebenfalls neu sind zusätzliche Gebühren für den Wechsel eines automatisch zugewiesenen Sitzplatzes beim Check-in auf Langstrecken. Seit Juli gilt dies nicht mehr nur im Economy-Light-Tarif, sondern auch in weiteren Tarifen der Economy und Premium Economy.

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