Der staatliche russische Flugzeugbaukonzern rechnet bis 2035 mit einem bestätigten Bedarf von 570 Verkehrsflugzeugen. Bisher sind allerdings erst 74 Maschinen fest bestellt – ein deutlicher Hinweis auf die weiterhin schleppende Marktentwicklung: 18 Yakovlev MS-21 für Aeroflot sowie weitere elf für Red Wings. Hinzu kommen 42 Yakovlev Superjet 100 für mehrere Betreiber und drei Ilyushin Il-114-300. Das stellt die Prognose von UAC infrage.
Auch die Zeitpläne bleiben unsicher: Konkrete Lieferfenster gibt es bislang nur für die MS-21 (2026 bis 2027). Die Indienststellung aller Programme hängt maßgeblich von der Zulassung ab. Lediglich die Ilyushin Il-114-300 hat ihre Testflüge abgeschlossen und wartet auf die endgültige Zulassung.
Parallel treibt UAC neue Großaufträge voran. Mit Aeroflot wird über bis zu 90 weitere MS-21 verhandelt, während Gespräche mit S7 Airlines über bis zu 100 modernisierte Tupolev Tu-214 laufen. Deren Auslieferung ist frühestens ab 2029 geplant.