Der staatlich russische Technologiekonzern will die Produktion neuer Zivilflugzeuge in den kommenden Jahren deutlich hochfahren. Konzernchef Sergey Tshemesov kündigte bei einem Treffen mit Präsident Vladimir Putin an, dass ab 2030 von der Rostec-Tochter UAC jährlich Yakovlev 36 MS-21, 20 Yakovlev Superjet 100 und zwölf Ilyushin Il-114-300 gebaut werden sollen.
Bereits 2026 soll der vollständig importersetzte Yakovlev Superjet 100 zertifiziert werden. Auch die ersten Ilyushin Il-114-300 sollen noch dieses Jahr ausgeliefert werden. Das Turbopropflugzeug ist als Nachfolger der alternden Antonov An-24 und An-26 vorgesehen und bietet Platz für 66 Passagiere.
Bei der Yakovlev MS-21 seien inzwischen rund ein Drittel der Zertifizierungsflüge abgeschlossen. Die Zulassung werde im ersten Quartal 2027 erwartet, danach solle die Serienfertigung starten. Beim Superjet 100 seien bereits 80 Prozent der Testflüge absolviert.
Zudem treibt Rostec die Entwicklung neuer Hubschrauber mit russischen Triebwerken voran. Dazu zählen der Ansat und der Mi-34 mit neuen WK-650W-Triebwerken. Auch der Offshore-Hubschrauber Mil Mi-171A3 steht laut Tschemesow vor dem Serienstart. Erster Kunde ist Gazprom.