Das russische Verkehrsministerium plant strengere Voraussetzungen für Fluggesellschaften, die internationale Strecken bedienen wollen. Nach einem Entwurf zur Änderung der Luftfahrtvorschriften FAP-141 sollen festgestellte Verstöße künftig nicht mehr nur bei der Auswahl zwischen konkurrierenden Airlines berücksichtigt werden, sondern direkt zur Verweigerung einer internationalen Verkehrsgenehmigung führen können.
Konkret soll eine Airline keine neue Genehmigung erhalten oder bestehende Bedingungen ändern können, wenn die Aufsichtsbehörde Rostransnadsor mindestens drei noch nicht behobene Verstöße gegen verbindliche Vorschriften festgestellt hat. Erfasst werden unter anderem Anforderungen an Flugbetrieb und Flugzeugbetrieb, die Nutzung des Luftraums sowie die Beförderung von Passagieren, Gepäck, Fracht und Post.
Noch strenger ist der Entwurf bei behördlichen Anordnungen: Bereits eine nicht erfüllte Verfügung von Rostransnadsor könnte einen eigenständigen Ablehnungsgrund darstellen, berichtet der Kanal Aviatorshina.