Die russische Regierung hat die Finanzierung zweier Programme für das vergünstigte Leasing einheimischer Flugzeuge und Hubschrauber aus dem Nationalen Wohlstandsfonds um rund 126,2 Milliarden Rubel (rund 1,37 Milliarden Euro) erhöht. Trotz der zusätzlichen Mittel bleibt die Zahl der vorgesehenen Flugzeuge nahezu unverändert: Das Hauptprogramm umfasst weiterhin 63 Flugzeuge, während die Bestellung für die Regionalfluggesellschaft Aurora von 39 auf 37 Luftfahrzeuge reduziert wurde. Gleichzeitig sind die Kosten der Flugzeuge deutlich gestiegen und die Auslieferungen verschieben sich um mehrere Jahre, berichtet der Kanal Aviatorshina.
Besonders betroffen ist das Programm mit 34 SJ-100, 18 MS-21 und elf Tupolew Tu-214. Dessen Gesamtvolumen steigt von 175,4 Milliarden Rubel (rund 1,91 Milliarden Euro) auf 290,7 Milliarden Rubel (rund 3,17 Milliarden Euro). Die Auslieferung der ersten Yakovlev Superjet 100 ist nun erst für den Sommer 2026 vorgesehen, die letzten Flugzeuge sollen erst 2029 übergeben werden. Zudem wurden Aeroflot und Rossiya als feste Empfänger aus dem Programm gestrichen, nachdem sich die Aeroflot-Gruppe gegen den Einsatz von Superjet 100 und Tupolev Tu-214 entschieden hat und künftig vor allem auf die Yakovlev MS-21 setzen will.