Die Piloten der Anfang September in Miami verunglückten Boeing 767 von 21 Air, die für Amazon Air unterwegs war, wurden vor der Landung nicht über starken Rückenwind informiert. Das geht aus dem vorläufigen Bericht der US-Unfallermittlungsbehörde NTSB hervor. Vier Minuten zuvor hatte der Fluglotse eine andere Besatzung noch vor Windböen von bis zu 40 Kilometern pro Stunde gewarnt. Die Vorschriften hätten eine entsprechende Information verlangt.
Die Boeing 767 setzte mit rund 296 Kilometern pro Stunde erst weit hinter der Landeschwelle auf. Die Piloten versuchten offenbar spät, die Landung abzubrechen. Das Flugzeug überrollte die Piste und kollidierte unter anderem mit einem Fahrzeug. Fünf Menschen starben. Eine Unfallursache nennt das NTSB ausdrücklich noch nicht.