Die europäische Luftfahrtinitiative Destination 2050 - ein Verbund von Airlines for Europe A4E, ACI Europe, ASD, Canso und ERAA - fordert Änderungen an den Plänen der EU-Kommission für den Emissionshandel im Luftverkehr. Die Organisation, die Fluggesellschaften, Flughäfen, Flugsicherungen und Hersteller vertritt, bekräftigt zugleich das Ziel von netto null CO₂-Emissionen bis 2050.
Destination 2050 verlangt unter anderem eine stärkere und längerfristige Förderung nachhaltiger Flugkraftstoffe und fordert, sämtliche Einnahmen aus der Versteigerung von Emissionsrechten des Luftfahrtsektors wieder in dessen Dekarbonisierung zu investieren. Eine Ausweitung des EU-Emissionshandels auf Flüge außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums lehnt die Initiative ab und setzt stattdessen auf das globale Corsia-System.
Weitere Forderungen betreffen ein Book-and-Claim-System für nachhaltige Flugkraftstoffe, eine stärkere Förderung neuer Flugzeugtechnologien sowie CO₂-Abscheidung und -Nutzung. Anreize zur Vermeidung von Kondensstreifen sollten nach Ansicht der Initiative erst eingeführt werden, wenn die wissenschaftlichen Grundlagen und die betriebliche Umsetzbarkeit ausreichend gesichert sind.