Die internationale Zivilluftfahrtorganisation Icao ist der von der IATA unterstützten Allianz zur Sicherstellung ausreichender CO₂-Zertifikate für das Klimaschutzsystem Corsia beigetreten. Das gab der Airlineverband beim World Sustainability Symposium bekannt. Die Allianz vereint mehr als 80 Organisationen und Akteure, die daran arbeiten, die Verfügbarkeit anrechenbarer Emissionszertifikate zu erhöhen. Im Mittelpunkt stehen die Zulassungsverfahren und die Vermeidung einer doppelten Anrechnung von Emissionsminderungen.
Hintergrund ist ein erheblicher Engpass vor der ersten Corsia-Abrechnungsfrist im Jahr 2027. Nach Angaben der Iata waren bis August 2026 insgesamt 72 Millionen anrechenbare Emissionseinheiten durch 42 staatliche Genehmigungen abgedeckt. Anfang des Jahres waren es erst 40 Millionen gewesen.
Für den ersten Abrechnungszyklus wird jedoch ein Bedarf von 200 bis 250 Millionen Einheiten erwartet. Damit fehlen rechnerisch noch mindestens 128 Millionen Zertifikate.
Die Icao will mit ihrer Beteiligung insbesondere Staaten dabei unterstützen, die Anforderungen von Corsia mit ihren nationalen Klimazielen im Rahmen des Pariser Abkommens in Einklang zu bringen.
Corsia ist das internationale System zur Kompensation bestimmter CO₂-Emissionen des grenzüberschreitenden Luftverkehrs. Fluggesellschaften müssen dabei einen Teil ihrer Emissionen durch anerkannte Klimaschutzprojekte ausgleichen.