Die geplante Reform des deutschen Arbeitszeitgesetzes rückt nach Ansicht von Ufo und Vereinigung Cockpit eine bislang ungelöste Frage in den Fokus: Flugbegleiterinnen, Flugbegleiter sowie Pilotinnen und Piloten sind bislang pauschal vom Arbeitszeitgesetz ausgenommen.
Die beiden Gewerkschaften kritisieren, dass die bestehenden europäischen Vorschriften vor allem der Flugsicherheit dienten, aber keinen umfassenden sozialen Schutz böten. Beschäftigte in Cockpit und Kabine seien regelmäßig Nachtarbeit, langen Diensten und häufigen Zeitzonenwechseln ausgesetzt. Deshalb fordern Ufo und Vereinigung Cockpit die Aufnahme des fliegenden Personals in das Arbeitszeitgesetz.
In einem gemeinsamen Positionspapier schlagen die Organisationen unter anderem verbindliche Erholungszeiten, klare Grenzen bei der Arbeitsbelastung sowie Ausgleichsregelungen für besonders belastende Einsätze vor. Gleichzeitig sollen berufsspezifische Ausnahmen für operative Erfordernisse möglich bleiben.