Kritik an Lufthansa: Vereinigung Cockpit holt sich internationale Unterstützung

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Der Präsident der International Federation of Air Line Pilots' Associations (Ifalpa), Ron Hay, hat sich in einem Schreiben an Lufthansa-Group-Chef Carsten Spohr gewandt. Hintergrund ist, dass Lufthansa die seit 2018 bestehende Freistellungsvereinbarung mit der Vereinigung Cockpit ohne Vorankündigung mit sofortiger Wirkung gekündigt hat.

In dem Brief kritisiert Hay das Vorgehen von Lufthansa und warnt vor den Auswirkungen auf die sicherheitsrelevante Arbeit von Pilotinnen und Piloten. «Wir danken Ron Hay und der internationalen Pilotengemeinschaft für ihre Unterstützung» erklärt Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit. «Mit der Kündigung nimmt Lufthansa bewusst in Kauf, dass die Arbeit im Bereich Flight Safety in Mitleidenschaft gezogen wird. Dabei engagieren sich in diesem Bereich mehr als sechs Mal so viele Pilotinnen und Piloten von Lufthansa wie in der Tarifarbeit.»

Die Vereinigung Cockpit ist sowohl Gewerkschaft als auch Berufsverband. Sie wurde 1969 als Berufsverband gegründet und ist seit 1999 zudem Tarifpartner.

«Als Berufsverband setzt sich die VC seit Jahrzehnten für die kontinuierliche Verbesserung der Flugsicherheit ein», erklärt die VC. «Mehr als 100 aktive Pilotinnen und Piloten bringen ihr Fachwissen in zwölf Arbeitsgruppen sowie zahlreichen Taskforces ein.» Inhaltlich arbeiten sie unter anderem zu Themen wie Fatigue Risk Management, Luftraumsicherheit, Risikobewertung an Flughäfen, Mensch-Maschine-Interaktion sowie Ausbildungsstandards.

Die International Federation of Air Line Pilots' Associations (Ifalpa) ist der weltweite Dachverband der nationalen Pilotenvereinigungen. Sie wurde 1948 gegründet und hat ihren Sitz in Montreal, Kanada.

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