Die Forschungsinstitution hat erstmals Flugversuche mit einem neuen Warnsystem für Wirbelschleppen unter realen Bedingungen durchgeführt. Dabei nutzten die Forschenden des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR Live-Daten aus dem Linienflugverkehr. Ziel ist es, Pilotinnen und Piloten künftig frühzeitig vor gefährlichen Nachlauf-Turbulenzen anderer Flugzeuge zu warnen.
Wirbelschleppen entstehen beim Auftrieb eines Flugzeugs als zwei gegenläufige Luftwirbel, die hinter dem Flugzeug absinken und für nachfolgende Maschinen gefährlich werden können. Das DLR entwickelt dafür das System Wake Encounter Avoidance & Advisory WEAA, das mithilfe von Wetterdaten, Flugzeugdaten und Informationen zum umgebenden Luftverkehr mögliche Konflikte erkennt und Ausweichhinweise gibt.
Für die Versuche flog das DLR-Forschungsflugzeug ISTAR gezielt in Wirbelschleppen von Verkehrsflugzeugen. Insgesamt wurden bei fünf Testflügen rund 120 Einflüge in solche Wirbel durchgeführt. Die ersten Auswertungen zeigen, dass die Vorhersagen des Systems qualitativ den Erwartungen entsprechen. Nun sollen die Daten weiter analysiert werden, um die Technologie für den praktischen Einsatz weiterzuentwickeln.