Eine internationale Messkampagne soll Winterstürme in Europa besser vorhersagbar machen: NAWDIC ist am 13. Januar 2026 gestartet und läuft sechs Wochen. Im Fokus stehen Prozesse über dem Nordatlantik, die in Modellen bislang lückenhaft sind – vor allem sogenannte Dry Intrusions, trockene Kaltluft aus der Stratosphäre, die Starkwind, Turbulenzen und heftigen Niederschlag begünstigen kann. Geleitet wird NAWDIC vom Karlsruher Institut für Technologie, unterstützt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Zentral ist das DLR-Forschungsflugzeug Halo, eine Gulfstream G550 stationiert in Shannon in Irland.
Sie misst mit Lidar-Technik vertikale Profile von Wind, Ozon und Feuchte bis zur Meeresoberfläche. Ergänzend sammelt das KIT Cube seit November 2025 Daten in der Bretagne. Insgesamt sind über 100 Forschende beteiligt; im Januar und Februar 2026 sollen bis zu zehn Forschungsflugzeuge zwischen Pazifik und Europa gleichzeitig im Einsatz sein.