Deutsche Pilotinnen und Piloten kritisieren Lücken bei Drohnenerkennung an deutschen Flughäfen

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Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle fordert die Vereinigung Cockpit bessere Systeme zur Erkennung unbemannter Fluggeräte an deutschen Verkehrsflughäfen. Das größte Problem liege derzeit weniger in der Abwehr als darin, Drohnen rechtzeitig und zuverlässig zu erkennen und zu identifizieren.

Anlass ist eine mit Sprengstoff bestückte Drohne, die auf das Gelände des Flughafens Leipzig/Halle gelangte. Seit dem 6. August ermittelt dazu der Generalbundesanwalt. Erkenntnisse zu Urhebern oder Hintergründen gibt es laut Vereinigung Cockpit bislang nicht.

Drohnensichtungen beschäftigen den Luftverkehr allerdings regelmäßig. Allein im ersten Halbjahr 2026 registrierte die Deutsche Flugsicherung bundesweit 145 Behinderungen durch Drohnen. Zuletzt kam es neben Leipzig/Halle auch in München, Hamburg, Hannover und Köln/Bonn zu Einschränkungen oder Verdachtsfällen. Teilweise ließ sich nachträglich keine Drohne nachweisen.

Die Vereinigung Cockpit sieht darin ein grundlegendes Problem: Es fehlten bundesweit einheitliche Standards dafür, wie Drohnenvorfälle erkannt, bewertet und erfasst werden. Zudem müssten die Zuständigkeiten zwischen Flughäfen, Flugsicherung, Polizei, Bundeswehr und anderen Sicherheitsbehörden klar geregelt werden.

Bei der eigentlichen Drohnenabwehr mahnt die Pilotenvereinigung zur Vorsicht. Elektronische Gegenmaßnahmen wie Jamming oder Spoofing könnten auch Navigations- und Kommunikationssysteme des regulären Luftverkehrs beeinträchtigen. Abwehrmaßnahmen dürften deshalb nur nach eindeutiger Identifikation und in enger Abstimmung mit der Flugsicherung erfolgen. Die Entscheidung darüber müsse nach Ansicht der VC weiterhin bei staatlichen Stellen liegen.

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