Weltweit werden zwischen 2026 und 2045 voraussichtlich rund 43.000 neue Passagier- und Frachtflugzeuge ausgeliefert. Das geht aus der aktuellen Flottenprognose des Luftfahrtdatenunternehmens Cirium hervor. Der Gesamtwert der erwarteten Auslieferungen liegt bei rund 3,2 Billionen Dollar (etwa 2,8 Billionen Euro).
Damit fällt die Prognose niedriger aus als im Vorjahr. Damals hatte Cirium für den entsprechenden Zwanzigjahreszeitraum noch 46.500 Flugzeuge im Wert von 3,4 Billionen Dollar erwartet. Die Zahl der prognostizierten Auslieferungen sinkt somit um 3500 Maschinen beziehungsweise rund 7,5 Prozent.
Als Hauptgründe nennt Cirium anhaltende Lieferkettenprobleme, begrenzte Triebwerkskapazitäten und Verzögerungen bei der Zertifizierung neuer Flugzeugprogramme. Das Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Produktionskapazitäten dürfte nach Einschätzung der Analysten bis zum Ende des Jahrzehnts bestehen bleiben.
Hinzu kommen höhere Treibstoffkosten, geopolitische Unsicherheiten und Risiken im Welthandel. Insbesondere im Nahen Osten hätten geopolitische Spannungen den Passagierverkehr 2026 zeitweise belastet.
Langfristig erwartet Cirium dennoch ein deutliches Wachstum der weltweiten Passagierflugzeugflotte. Bis 2045 soll sie auf etwas mehr als 50.000 Maschinen anwachsen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 3,2 Prozent. In der Vorjahresprognose hatte Cirium noch 3,3 Prozent erwartet.