Seit Ende März 2025 sind vier Boeing 777-200 ER der Austrian-Airlines-Flotte mit Aero-Shark-Oberflächenfolie im weltweiten Linienbetrieb unterwegs. Die von Lufthansa Technik und BASF entwickelte Technologie orientiert sich an der Struktur von Haihaut und reduziert den Luftwiderstand während des Flugs.
Ein Jahr später schreibt die österreichische Lufthansa Tochter. «Die Investition in diese nachhaltige Technologie zahlt sich aus – sowohl ökologisch als auch ökonomisch. Dabei wurden die Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb gezielt genutzt, um operative Abläufe zu optimieren – zum Beispiel Reinigungsprozesse, die an die Anforderungen der neuen strukturierten Oberflächenfolie angepasst wurden.»
Datenwissenschaftler von Lufthansa Technik analysierten gemeinsam mit Expertenvon Austrian Airlines die Performance der mit Aero Shark ausgestatteten Flugzeuge über ein Jahr im regulären Langstreckeneinsatz. Das Ergebnis: eine Reduktion des Luftwiderstands um 0,7 Prozent, die je nach Flugroute zu 0,7 bis 0,9 Prozent Treibstoff-Einsparung führen kann.
Dank der verbesserten Aerodynamik konnten im ersten Betriebsjahr rund 930 Tonnen Kerosin eingespart werden. Dies entspricht einer Reduktion von fast 3000 Tonnen CO₂ – umgerechnet sind das 20 Flüge von Wien nach New York.
Die Flugzeuge mit den Kennungen OE-LPA, OE-LPB, OE-LPC und OE-LPD wurden zwischen Dezember 2024 und März 2025 mit der Aero-Shark-Folie ausgestattet. Seit Ende März 2025 sind alle vier Maschinen damit im Einsatz. Austrian Airlines war damit die erste Airline weltweit, die diese Technologie auf dem Flugzeugtyp Boeing 777-200 ER einsetzte.
Auf jedem Flugzeug wurden rund 830 Quadratmeter der mikrostrukturierten Riblet-Folie auf Rumpf und Triebwerksgondeln angebracht. Die winzigen Rillen lenken den Luftstrom effizienter entlang der Oberfläche und reduzieren den Widerstand – nach dem Vorbild von Haihaut.