Der Reisetechnologiekonzern Amadeus und der Chiphersteller Nvidia wollen gemeinsam neue Technologien für die Flugsuche entwickeln. Beide Unternehmen haben dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Im Mittelpunkt stehen der Einsatz leistungsfähiger Grafikprozessoren, speziell für die Reisebranche entwickelte KI-Modelle und eine effizientere Nutzung von Rechenzentren.
Hintergrund ist die zunehmende Verbreitung von KI-Assistenten, die im Auftrag von Reisenden nach Flugverbindungen suchen. Dadurch steigt die Zahl der Suchanfragen, während diese gleichzeitig komplexer werden. Amadeus und Nvidia untersuchen deshalb, wie sich große Datenmengen schneller verarbeiten lassen, ohne die Genauigkeit und Buchbarkeit der angezeigten Flugangebote zu beeinträchtigen.
Erste Tests haben die Unternehmen bereits mit den Nvidia-Plattformen Hopper und Blackwell durchgeführt. Dabei wurde ein Teil der Flugsuche mithilfe der Nvidia-Softwareplattform CUDA so angepasst, dass zahlreiche Berechnungen parallel auf Grafikprozessoren ausgeführt werden können. Nach Angaben von Amadeus zeigen die Versuche Potenzial für kürzere Antwortzeiten und eine bessere Skalierbarkeit.
Künftig soll dieser Ansatz auch bei weiteren Suchvorgängen im Reisebereich erprobt werden.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung branchenspezifischer KI-Grundmodelle. Diese könnten Aufgaben übernehmen, bei denen allgemeine KI-Systeme die besonderen Anforderungen der Reisebranche nicht ausreichend berücksichtigen.
Darüber hinaus prüfen Amadeus und Nvidia neue Verfahren zur Planung und Auslastung von Cloud-Ressourcen. Damit sollen die steigenden Anforderungen KI-gestützter Reiseanwendungen bewältigt und gleichzeitig die Betriebskosten und der Ressourcenbedarf optimiert werden.