Airbus A350 von Swiss: Ein Flieger muss noch eine ganze Weile in Almaty bleiben.

Airbus A350 in Kasachstan gestrandetWarum die Reisenden von Swiss-Flug LX123 erst zwei Tage später als gedacht in Zürich ankommen

Die Reise aus Seoul endet vorerst nicht in Zürich, sondern in Almaty: Nach einem medizinischen Notfall im Cockpit bleiben ein Airbus A350 von Swiss und seine 227 Passagiere mehrere Tage in Kasachstan gestrandet.

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Flug LX123 hätte die Reisenden am Mittwoch (6. Mai) eigentlich von Seoul nach Zürich bringen sollen. Stattdessen befinden sie sich jetzt erst einmal in Kasachstan. Der Airbus A350 mit der Registrierung HB-IFB musste außerplanmäßig in Almaty landen. Grund war ein medizinischer Notfall im Cockpit: Der Kopilot erkrankte während des Flugs.

An Bord befanden sich 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder. Glücklicherweise waren auch drei Ärzte unter den Reisenden, die dem erkrankten Piloten sofort helfen konnten. Auf deren Empfehlung entschied sich die Crew von Swiss aber, den Flug umzuleiten, damit der Kopilot schnell umfassend medizinisch versorgt werden konnte, so ein Sprecher von Swiss. Nach der Landung wurde er in Begleitung eines Crewmitglieds ins Krankenhaus gebracht.

Zwei Kapitäne dürfen A350 nicht einfach nach Zürich fliegen

Trotzdem konnte der Flug danach nicht einfach fortgesetzt werden. Zwar befanden sich noch zwei weitere Piloten an Bord, doch beide sind Kapitäne. Für den Weiterflug braucht es jedoch einen entsprechend qualifizierten Kopiloten auf dem rechten Sitz. Hinzu kommen gesetzliche Vorschriften zu maximalen Einsatzzeiten.

Flughafen Almaty: Hier landet der Airbus A350 von Swiss.

Die Folgen für die Reisenden sind erheblich: Sie müssen mehrere Tage in Almaty bleiben. Swiss brachte sie in Hotels unter. Ein zusätzlicher Pilot wird von Swiss nun eingeflogen. Erst nachdem er in Kasachstan eingetroffen ist und die Crew ihre vorgeschriebene Ruhezeit eingehalten hat, kann der Flug fortgesetzt werden.

Swiss hatte bereits 2024 Schwierigkeiten in Kasachstan

Aktuell ist der Abflug für die Nacht auf Freitag (8. Mai) geplant, die Ankunft in Zürich für Freitagmorgen. Swiss betont, dass in einer solchen Situation die Gesundheit des Mitarbeiters oberste Priorität hat. Gleichzeitig bedauert sie die Auswirkungen auf die Reisepläne der Passagiere.

Eine außerplanmäßige Landungen in Kasachstan von Swiss - das ruft bei einigen ungute Erinnerungen hervor. Denn bereits 2024 kam es dort zu einem Zwischenfall, bei dem eine Boeing 777 nach einer ungeplanten Landung bei einem Wendemanöver in Astana im Gras stecken blieb. Damals konnte der Flieger zwar relativ schnell wieder eingesetzt werden.

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