Die Reise aus Seoul endet vorerst nicht in Zürich, sondern in Almaty: Nach einem medizinischen Notfall im Cockpit bleiben ein Airbus A350 von Swiss und seine 227 Passagiere mehrere Tage in Kasachstan gestrandet.
An Bord befanden sich 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder. Glücklicherweise waren auch drei Ärzte unter den Reisenden, die dem erkrankten Piloten sofort helfen konnten. Auf deren Empfehlung entschied sich die Crew von Swiss aber, den Flug umzuleiten, damit der Kopilot schnell umfassend medizinisch versorgt werden konnte, so ein Sprecher von Swiss. Nach der Landung wurde er in Begleitung eines Crewmitglieds ins Krankenhaus gebracht.
Zwei Kapitäne dürfen A350 nicht einfach nach Zürich fliegen
Trotzdem konnte der Flug danach nicht einfach fortgesetzt werden. Zwar befanden sich noch zwei weitere Piloten an Bord, doch beide sind Kapitäne. Für den Weiterflug braucht es jedoch einen entsprechend qualifizierten Kopiloten auf dem rechten Sitz. Hinzu kommen gesetzliche Vorschriften zu maximalen Einsatzzeiten.
Flughafen Almaty: Hier landet der Airbus A350 von Swiss. aeroTELEGRAPH
Die Folgen für die Reisenden sind erheblich: Sie müssen mehrere Tage in Almaty bleiben. Swiss brachte sie in Hotels unter. Ein zusätzlicher Pilot wird von Swiss nun eingeflogen. Erst nachdem er in Kasachstan eingetroffen ist und die Crew ihre vorgeschriebene Ruhezeit eingehalten hat, kann der Flug fortgesetzt werden.
Swiss hatte bereits 2024 Schwierigkeiten in Kasachstan
Aktuell ist der Abflug für die Nacht auf Freitag (8. Mai) geplant, die Ankunft in Zürich für Freitagmorgen. Swiss betont, dass in einer solchen Situation die Gesundheit des Mitarbeiters oberste Priorität hat. Gleichzeitig bedauert sie die Auswirkungen auf die Reisepläne der Passagiere.
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